Aktionstag: Ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
13981794.jpg
Sie wollen ein Zeichen setzen: die Mitglieder des Organisationsteams von „One Billion Rising“ in Aachen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Sie tanzen, demonstrieren und fordern das Ende der Gewalt gegen Frauen. Weltweit werden am 14. Februar Frauen und solidarische Männer aus allen gesellschaftlichen Bereichen gemeinsam ein Zeichen gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und Herkunft setzen.

Die Aktion „One Billion Rising“, die 2012 ins Leben gerufen wurde, macht auch dieses Jahr unter dem Motto „Rise! Disrupt! Connect“ auf weltweite Missstände gegenüber Frauen aufmerksam.

Koordiniert wird „One Billion Rising“ von dem Frauennetzwerk Städteregion Aachen, das für den diesjährigen Aktionstag am Elisenbrunnen ein breites Bündnis an Unterstützern und Mitwirkenden gefunden hat. „Weltweit werden an diesem Tag Menschen auf die Straße gehen und ihren Protest ausdrücken“, erzählt Sibylle Keupen, Vorstand des Frauennetzwerkes und Leiterin der Bleiberger Fabrik. Letztes Jahr haben sich gut 250 Leute an der Aktion beteiligt.

Das Aachener Bündnis erhebt sich aus Solidarität zu allen Frauen der Welt, die Gewalt erleben und erlebt haben. Sie wollen Frauen zudem ermutigen, über ihre Gewalterfahrungen zu sprechen, sich Hilfe zu holen und Gewalttaten anzuzeigen. Konkret treten die Bündnispartner unter anderem für eine konsequente Bekämpfung der Zwangsprostitution bei gleichzeitiger Zusicherung einer Bleibeperspektive ein, oder für ein Verbot geschlechterdiskriminierender Werbung.

Auch die gesellschaftliche Aufwertung frauendominierter Tätigkeiten und eine konsequente strafrechtliche Verfolgung jeglicher sexueller Handlung ohne Zustimmung sind Punkte, für die sich die Akteure stark machen. „Unsere Themen sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und betreffen nicht nur Männer. Das Ganze ist ein andauernder Prozess und wir müssen weiterhin dicke Bretter bohren“, betont Angelika Gey von „Frauen helfen Frauen“.

Weltweit erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt – egal ob Schläge, Tritte, sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat- und prostitution, Menschenhandel oder auch weibliche Genitalverstümmelung. In Aachen wird „One Billion Rising“ bereits seit 2013 veranstaltet. Neben dem Tanzen, das ein essenzieller Bestandteil der Veranstaltung sein soll, werden am 14. Februar auch kurze Redebeiträge diverser Akteure zu geschlechter- und frauenspezifischen Themen verlesen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert