Aktionstag „Ehrenwert“: Vereine zeigen sich in der City

Von: kaa
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Aachen. Typische Waldbewohner sind der Luchs und der Fuchs, die Kegelrobbe findet man zumindest an den deutschen Küsten. „Diese Stücke sind schon durch tausende Kinderhände gegangen“, erzählt Hermann Carl lächelnd.

Mit seiner rollenden Waldschule besucht er für die Kreisjägerschaft der Regionen Aachen-Stadt und -Land zwei- bis viermal die Woche Schulen, Alten- und Behindertenheime in der Region.

Seine Tierpräparate werden auch der Renner beim Aktionstag der Aachener Vereine, „Ehrenwert“, sein, bei dem sich am Sonntag, 27. September, ab 11 Uhr Aachener Vereine in der Innenstadt präsentieren. Um 13 Uhr beginnt das Bühnenprogramm, das den Vereinen zusätzlich Raum gibt, Besuchern ihre Arbeit vorzustellen. „Wir haben 180 Anmeldungen erhalten, das zeigt uns, dass das Konzept nicht das falscheste ist“, berichtet Manfred Reinders, Vorsitzender des Beirates für Vereine, Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der Stadt Aachen.

Der Tag biete für die Stadt Aachen eine besondere Strahlkraft in die Region. Bereits zum vierten Mal in Folge findet dieser Aktionstag statt, bei dem es auch darum geht, neue Kontakte und Formen der Zusammenarbeit unter den verschiedenen Vereinen zu fördern. Und die Ausstellfläche hat sich wieder aufgrund der großen Nachfrage deutlich erweitert. Erstmalig nutzen die Veranstalter auch den Elisengarten. Dort präsentiert der Luftsportverein Aachen ein Segelflugzeug. Mehrere zehntausend Besucher erwarten die Organisatoren, die sich nicht nur an den Infoständen tummeln, sondern von 13 bis 18 Uhr auch den geschäftsoffenen Sonntag nutzen können.

Diese Verbindung freut auch Klaas Wolters, Vorsitzender des Märkte- und Aktionskreises City (MAC): „Viele Kollegen oder Mitarbeiter engagieren sich selbst in einem Verein. Dieser Tag bietet gerade auch den kleineren Vereinen eine Bühne, um sich einer breiteren Masse vorzustellen.“ Auch der Verein Geländefahrrad Aachen nutzt diese Möglichkeit und stellt einen Geländeparcours auf dem Marktplatz, an dem vor allem Kinder und Jugendliche ihre Fahrkünste ausprobieren können. „Wir haben mehrere Helfer an der Strecke, die die Fahrer anleiten“, erzählt Mirijam Wittenbecher. Für diejenigen, die ohne eigenes Fahrrad kommen, bietet der Verein Leihräder und Helme an.

Zum ersten Mal ist der Förderverein Café Zuflucht beim Aktionstag mit einem Stand auf dem Katschhof vertreten. Das Café Zuflucht begleitet und berät seit 25 Jahren Flüchtlinge in Aachen. Neben sieben hauptamtlichen Mitarbeitern helfen auch bis zu 20 Ehrenamtliche mit, die unter anderem Flüchtlinge begleiten, Spenden einwerben oder auch Mitarbeitercoaching anbieten. Betreut werden sie von Sarah Klaudt: „Wir führen die ehrenamtlichen Mitarbeiter langsam an ihre Arbeit heran und führen regelmäßige Schulungen durch.“

Dass in diesem Jahr deutlich mehr Flüchtlinge auch in Aachen ankommen, spürt auch der Verein: „Wir hatten bisher 800 Ratsuchende, jeder durchschnittlich drei- bis viermal in der Woche, sodass wir bis Anfang September bei fast 3000 Terminen liegen“, berichtet Brunhild Siepmann, Vorsitzende des Fördervereins. Wer den Katschhof besucht, findet vielleicht auch den Stand von Hermann Carl. Der wird vor allem wieder von Kindern belagert sein, die alle einmal die Robbe mit ihrem dichten, weichen Fell streicheln wollen.

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