Aachen - Aktionstag: Auch Bäume brauchen Sonnenschutz

Aktionstag: Auch Bäume brauchen Sonnenschutz

Von: Svenja Pesch
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Aus der Vogelperspektive gab es nicht nur frisches Grün zu bewundern: Sayit Cakmak vom Stadtbetrieb lud beim Aktionstag zum Panoramaerlebnis aus luftiger Höhe. Die Steppkes Henrik (links) und Anton versuchten sich derweil als wackere Maschinenführer. Foto: Andreas Schmitter
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Aus der Vogelperspektive gab es nicht nur frisches Grün zu bewundern: Sayit Cakmak vom Stadtbetrieb lud beim Aktionstag zum Panoramaerlebnis aus luftiger Höhe. Die Steppkes Henrik (links) und Anton versuchten sich derweil als wackere Maschinenführer. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es grünt so grün – endlich: Mit einem großen Aktionstag rund um den Elisenbrunnen hat sich die Baumkolonne des Aachener Stadtbetriebs am Sonntag beim ersten „Tag der Baumpflege“ präsentiert.

Teamleiter Andreas Schulz beantwortete gern die vielen Fragen der Interessenten: „Der Stadtbetrieb kümmert sich um gut 93.000 Bäume, und anlässlich des Tages der Baumpflege möchten wir einen Einblick in unsere Arbeit geben und alle Interessierten gezielt ansprechen und informieren“, sagte er.

Vor allem der Maschinenpark mit großen Schleppern, Baggern und Lkw lockte viele Besucher Richtung Friedrich-Wilhelm-Platz. Schulz freute sich sichtlich über die die neugierigen und fragenden Blicke der Passanten. „Die große Häckselmaschine kann Bäume mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern in ganz kleine, staubartige Stücke zerkleinern“, berichtete er. „Dadurch müssen weniger Transportwege zurückgelegt werden.“ Auch die Raupenarbeitsbühne zog die Gäste in ihren Bann. Sie kommt vor allem in besonders beengten Arbeitsbereichen zum Einsatz.

Das ökologische Kapital der Stadt

Aber nicht nur allerlei moderne Gerätschaft wurde rund um den Elisenbrunnen präsentiert, auch Hilfestellungen und Anleitungen zur Baumpflanzung kamen nicht zu kurz. „Die Bäume sind das ökologische Kapital der Stadt, und uns ist es wichtig, dass dies auch erhalten bleibt“, betonte Ilse Stollenwerk, Bereichsleiterin Grünflächen und Friedhofswesen bei der Stadt, und ergänzte: „Bäume haben ein Recht auf Wachstum. Ab und an beschweren sich Anwohner, dass sie durch einen Baum kaum Sonnenlicht haben.“ Aber das seien für die städtischen Experten in der Regel keine Gründe, gleich die Äxte anzulegen.

Apropos Sonnenlicht: Auch ein Baum ist nicht vor einem Sonnenbrand gefeit. Wenn die Baumrinde an einigen Stellen aufgeplatzt ist, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Baum keinen Schutz vor starker UV-Einstrahlung hatte. Um einen Sonnenbrand oder andere Baumkrankheiten zu verhindern, erhielten die Besucher von den Mitarbeitern der Baumkolonne viele nützliche Hinweise und Tipps.

Die richtige Platzierung und eine optimale Bodenbelüftung zwecks Bewässerung sind wichtig, damit der Baum auch in trockenen Zeiten genügend Wasser erhält. Aber auch eine ideale Bodenbeschaffenheit trägt zu einem gesunden Wachstum bei. Wer keinen eigenen Garten besitzt, um das frisch gewonnene Know-how umzusetzen, der kann sich übrigens an das Patenschaftsbüro des Stadtbetriebs wenden. Dort werden Flächen und Straßenbäume vermittelt, die von Paten betreut werden können.

Elisabeth Wenders zum Beispiel ist gleich aktiv geworden. Sie hat sich nicht nur für eine Patenschaft entschieden, sie will zudem jetzt eine Winterlinde, die sie gerade vom Stadtbetrieb geschenkt bekommen hat, im heimischen Garten einpflanzen.

Doch vorher nutzte auch sie die Chance zur einer Fahrt in einem der Hubwagen, der ihr in 30 Meter Höhe nicht nur einen wunderbaren Blick auf die Innenstadt bescherte, sondern gleichzeitig auch die grüne Pracht Aachens deutlich werden lässt – an der sich dank der Arbeit der Baumkolonnen jetzt sehr bald wieder jeder Bürger erfreut.

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