Aktion am Inda-Gymnasium: Reiz des Nikotins soll verpuffen

Von: Svenja Pesch
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Ballons tragen Botschaften in den Himmel: Am Inda-Gymnasium taten Schülerinnen und Schüler unmissverständlich ihre Meinung zum Rauchen kund. Foto: Andreas Steindl

Kornelimünster. Wenn auch nur einem Raucher beim Anblick der vielen in den Himmel steigenden Luftballons das Nikotin sprichwörtlich im Halse stecken bleibt, dann hat sich die Aktion schon gelohnt.

Fünf sechste Klassen des Inda-Gymnasiums haben anlässlich des Weltnichtrauchertages unter dem Motto „Lass einen los – Nase voll, Leben ohne Qualm“ 160 bunte Heliumballons vom Schulhof in den Himmel steigen lassen. An ihnen baumeln kleine Karten, auf die die Schüler persönliche Botschaften zu den Vorteilen des Nichtrauchens geschrieben haben.

Gemeinsam mit der Suchthilfe Aachen fand die Aktion bereits zum zweiten Mal am Inda-Gymnasium statt. Seit 1987 nutzt die Weltgesundheitsorganisation den 31. Mai als Datum des Weltnichtrauchertages und macht auf die Gefahren und Risiken aufmerksam, die mit dem Rauchen einhergehen.

Christine Ladwig ist Sozialarbeiterin bei der Fachstelle für Suchtprävention in Aachen. Für sie steht vor allem die Prävention im Vordergrund. „Auch wenn sich die Raucherquote auf einem historischen Tiefpunkt befindet, ist es wichtig, die Kinder und Jugendlichen so früh wie möglich mit dem Thema zu konfrontieren. In den sechsten Klassen zeigen wir anhand einer großen Zigarette, welche Schadstoffe mit jedem Zug eingeatmet werden“, erzählte sie.

Während im Jahr 2001 noch 27,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren geraucht haben, sind es derzeit nur noch 7,8 Prozent. Auch unter den 18- bis 25-Jährigen ist die Raucherquote mit aktuell 26,2 Prozent rückläufig.

Was die Schüler von den Glimmstängeln halten, wird auf ihren Botschaften deutlich. „Teer gehört auf die Straße, nicht auf die Lunge“, „4800 Schadstoffe pro Zigarette“, oder „Eure Mitmenschen rauchen passiv unfreiwillig mit“ sind prägnante Sätze, die den Appell deutlich machen. Auch im Unterricht werden die Schüler über die Gefahren aufgeklärt, damit möglichst keiner von ihnen den Griff zur Zigarette probiert. Denn werden die Stoffe, die im Tabak enthalten sind, sichtbar, so ist manch einer richtig erschrocken. Blei, Ammoniak, Cadmium oder Teer als feste Materialien bewirken die regelrechte Abneigung.

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