Aachen - Akademie Gut Rosenberg präsentiert Design-Unikate

Akademie Gut Rosenberg präsentiert Design-Unikate

Von: Neele Kremer
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Die frischgebackenen Handwerks- und Meisterdesigner feiern ihren Abschluss und präsentieren dabei ihre Designstücke auf Gut Rosenberg. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Bei den Designstücken der Akademie für Handwerksdesign ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ob Sessel, Tisch oder Sofa, ein Bienenhotel für den Garten oder doch kleine Ballettfiguren aus Draht: Eines haben die Stücke alle gemeinsam, sie sind künstlerische Unikate.

Diese einzigartigen Werke sind die Examensarbeiten der diesjährigen Absolventen der Akademie. Mit ihrer bestandenen Prüfung endet ihr dreijähriges Studium zum Handwerks- und Meisterdesigner. Auf Gut Rosenberg erhielten die frischgebackenen Designer in einer Feierstunde ihre Abschlusszeugnisse.

Mit Euphorie in die Zukunft

Nach drei Jahren Studium und Persönlichkeitsentwicklung blicken die Absolventen euphorisch in die Zukunft. „Wir alle haben Neues gelernt, darunter viel über das Handwerk, aber auch über uns selber, so dass wir nun mit neuem Wissen und Mut unser Können unter Beweis stellen werden“, blickt Felix Corrales glücklich zurück. Der Tischlermeister setzte sich das Ziel herauszufinden, was Holz mit sich machen lässt. „Mit viel Arbeit und Geduld lässt es sich so biegen, dass man eine fast runde Bank bauen kann. Und das habe ich getan.“ Der Komfort seiner Bank wird durch eine hohe Lehne und viele kleine eingebaute Kissen garantiert. Sein nächstes Ziel ist die Selbstständigkeit. Sein Ausbildung und das absolvierte Studium bieten die besten Voraussetzungen.

Stolz stellten die neuen Handwerksdesigner ihre einzigartigen Abschlussarbeiten aus. Besucher hatten die Möglichkeit, von den individuellen Entwicklungen der Designstücke zu erfahren. Die Auswahl war groß und vielseitig.

Freizügige Interpretation

Eines der auffälligsten Merkmale der Akademie-Absolventen ist immer wieder, dass sie die Pfade ihres ursprünglichen Berufs verlassen haben oder diese sehr freizügig neu interpretieren. So hat sich die Tischlerin Andrea Keuchen an der Arbeit mit Porzellan versucht. Sie stellte alltägliche Gegenstände wie Spülschwämme, Watte oder Eierschalen aus dem zerbrechlichen Werkstoff her.

Der Steinmetz Tobias Hartmann produzierte für seine Arbeit Fotogramme, und auch der Tischler Christoph Albert hat sich von seinem einstigen Berufsprofil ein Stück weit gelöst. Er wendete sich vom Werkstoff Holz ab und erstellte einen Businessplan „Workspace“.

Es sind Arbeiten wie diese, die durch anspruchsvolles Design und Alltagstauglichkeit die Handwerksberufe einmal mehr in einem modernen Licht erscheinen lassen.

 

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