Aggressives Betteln greift in der Innenstadt um sich

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Seit einigen Tagen mehren sich wieder Beschwerden über „aggressives Betteln” in der Aachener Innenstadt.

Mit einer dreisten Masche sind Frauen rumänischer Abstammung in der Kaiserstadt aufgetaucht. Sie geben vor, taubstumm zu sein - und verlangen dann mit einer Unterschriftenliste in der Hand Spenden zwischen 5 und 30 Euro, vorgeblich für die Krebshilfe oder andere soziale Einrichtungen.

„Die Fälle sind der Stadt bekannt, das Ordnungsamt ist eingeschaltet und hat bereits reagiert”, sagt Evelin Wölk vom Presseamt. Sie stellt klar: „Aggressives Betteln ist in der Aachener Straßenverordnung ausdrücklich verboten.” Außendienstmitarbeiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung haben die Frauen, die offenbar zu einem organisierten Bettlerring gehören, aufgegriffen und Platzverweise erteilt. „Mehr kann man zu diesem Zeitpunkt nicht machen”, erklärt Wölk.

Aber auch der Spruch „Haste mal nen Euro?” ist - sobald die Temperaturen steigen und mehr Passanten unterwegs sind - wieder häufiger in Fußgängerzonen und Geschäftsstraßen zu hören. Seit Jahren zählt die Stadt einen Kreis von etwa 20 Personen, die regelmäßig durch aggressives Betteln auffallen. Nahezu alle sind den Behörden namentlich bekannt, viele haben bereits Platzverweise und Bußgeldverfahren kassiert. Beides sei aber bei dieser Klientel schwer durchzusetzen, heißt es. Ein Großteil dieser Personengruppe ist der Obdachlosenszene zuzurechnen.

Wer sich durch aggressive Bettler(innen) belästigt oder bedroht fühlt, kann sich direkt ans Ordnungsamt unter der Hotline Tel. 4322801 wenden. Oder man bittet die Fachleute im Café Plattform um Hilfe: Tel. 21619. Die Sozialarbeiter pflegen intensiven Kontakt zum Milieu und können - auch aggressive Bettler - vor Ort für Hilfsangebote interessieren. Das Credo der Obdachlosenhilfe: In Aachen muss niemand auf der Straße betteln, die Unterstützung reicht aus.
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