Aggressiver Hund sorgt für Angst: Schaf im Stall getötet

Von: Joachim Rubner
Letzte Aktualisierung:
hundbild
Sie haben überlebt: Romy Lang brachte sofort ihre beiden anderen Schafe in einen sichereren Stall. Foto: Michael Jaspers

Kornelimünster. Ein großer und offenbar gefährlicher Hund treibt in Kornelimünster rund um das Krebsloch an der Trierer Straße sein Unwesen. Romy Lang, engagierte Tierschützerin, die dort das Tierheim der gemeinnützigen Tierschutzgesellschaft betreibt, waren am Donnerstagnachmittag der große Schrecken und die Furcht noch anzumerken.

In der Nacht zu Donnerstag war ein Hund in ihren Schafstall eingedrungen und über die halbhohe Stalltüre gesprungen. Dann hatte er ein Schaf mit mehreren Bissen so schwer verletzt, dass es jämmerlich verblutete.

Ein benachbarter Jagdpächter wurde gerufen und untersuchte die Spuren. Der Fachmann kam zu dem Ergebnis, dass ein großer Hund mit Sicherheit der Täter war. Der Jagdpächter selbst hatte bereits Ähnliches erlebt und vor einiger Zeit ein totes Reh, ebenfalls übersät mit vielen Bissen, in seinem Revier gefunden.

Nachforschungen brachten dann zu Tage, dass seit geraumer Zeit ab und zu ein „Deutsch Drahthaar”, eine kräftige deutsche Jagdhund-Rasse, in dem Gebiet rund um das Krebsloch gesichtet worden war. „Der große bewegungsfreudige Hund wird mit Sicherheit nicht seinem Wesen entsprechend geführt. Er scheint viel zu wenig Auslauf und daher Langeweile zu haben”, so Lang verärgert.

Das Veterinäramt und Tierarzt Dr. Wilfried Hanbücken wurden ebenfalls eingeschaltet. „Das Schaf hatte zwei große Verletzungen auf dem Rücken. Ich glaube nicht, dass ein Fuchs der Übeltäter war. Da es andere, stärkere Raubtiere bei uns nicht gibt, wird es wohl ein größerer Hund gewesen sein”, sagte auch Hanbücken.

Romy Lang informierte sofort die Nachbarschaft und bat sie, ihre Tiere abends wegzusperren, damit der Hund sie nicht ebenfalls reißt. Die Tierschützerin handelte jedenfalls sofort: Die beiden anderen Schafe, die früher einem verurteilten Tierquäler gehörten, müssen sich jetzt eine Pferdebox teilen und leben in Sicherheit. Auch mehrere Ziegen haben jetzt ein sicheres Nachtquartier.

„Ich vermute, dass irgendein Hundehalter seinen Hund nachts in den Garten lässt. Das Grundstück wird nicht gut eingezäunt sein, und der Hund kann dann das Gelände irgendwie verlassen und streift dann durch die Gegend und tötet andere Tiere”, meinte Lang.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert