Aachen - Ärgernisse sind ein Fall für „Manöverkritik”

Ärgernisse sind ein Fall für „Manöverkritik”

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Fahrrad-Chaos: In der Soers gibt es kaum Abstellmöglichkeiten für Drahtesel. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Liste im Computer von Niels Knippertz ist lang. Akribisch aufgelistet sind da Kritikpunkte - interne, aber auch solche, die Besucher an die CHIO-Verantwortlichen herangetragen haben. „Das ist die Basis für unsere Manöverkritik”, sagt der ALRV-Pressesprecher. Alles werde ernst genommen: „Es gibt Dinge, die man nach einer Analyse nicht ändern kann. Andere Dinge haben wir in den vergangenen Jahren abgestellt”, so Knippertz.

Wünsche der Zuschauer

In der Tat: Zum Beispiel der Weg vom Eingang zum Dressurstadion ist keine Schotterpiste mehr, sondern befestigt. Ein einst immer wiederkehrender Wunsch der Zuschauer. Auch die Seiten der neuen Tribüne sind längst geschlossen. Anfangs waren sie offen, es zog wie Hechtsuppe.

In jedem CHIO-Jahr gibt es auch neue Kritik - neben „Dauerbrennern”, die für Ärger sorgen und noch nicht behoben worden sind. Dazu gehört die Toilettensituation hinter der Aachen-Münchener-Tribüne. Zwischen oder nach Prüfungen müssen vor allem die Damen viel Geduld aufbringen und stehen gerade dieser Tage in brütender Hitze Schlange.

„Auch in Sachen Sanitärversorgung haben wir einiges getan”, hält Knippertz in diesem Fall dagegen. Dass sich an den Toiletten Schlangen bilden, liege bei Großveranstaltungen mit tausenden Besuchern in der Natur der Sache und sei nicht CHIO-spezifisch.

Vorerst keine Chance hat wohl auch ein Wunsch, den viele Besucher im Rahmen einer Umfrage der Deutschen Sporthochschule - beauftragt vom ALRV - geäußert haben: der Schotter im Ladendorf möge verschwinden - weil es penetrant staubt und vor allem die Damen Probleme mit ihren Schuhen haben.

Die Befestigung sei jedoch schwierig: „Wir wissen nicht, wie das CHIO-Village von Jahr zu Jahr aussieht. Das ändert sich ständig”, so Knippertz.

Eine weitere Kritik hingegen fällt auf fruchtbaren Boden. Sie kommt von AZ-Leser Jürgen Bremes, der gerne mit dem Fahrrad zum Turnier fährt. Wohin aber mit dem Drahtesel? An der Albert-Servais-Allee gibt es ein paar Fahrradständer, in der Soers nicht. Da werden die Räder auf einem Grünstreifen, der eigentlich abgesperrt ist, mehr schlecht als recht deponiert.

„Eine einfache und preiswerte Lösung wäre schnell mit ein paar Pfosten und Holzlatten auf dem Grünstreifen aufgebaut”, so Bremes. „Das stimmt, das werden wir prüfen”, verspricht Knippertz. Dieser Vorschlag landete sofort auf der Manöverkritik-Liste.
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