Ärgerliches Abenteuer am frühen Morgen

Von: Katrin Haas
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Gewagtes Unterfangen: Wegen der schlechten Parksituation sind gefährliche Straßenüberquerungen unvermeidbar. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Jeden Morgen beginnt das tägliche Abenteuer für die Eltern und Kinder des Waldorfkindergartens an der Lütticher Straße schon mit der Anfahrt.

 Die Eltern müssen auf dem Grünstreifen vor der Zufahrt zum Kindergarten parken, da vor diesem nicht genügend Parkplätze vorhanden sind. Somit steigen die Kleinkinder entweder auf den Radweg oder direkt auf die Landstraße aus. Und sie müssen dann noch die Straße überqueren – wo nicht nur schnell gefahren, sondern wegen der Steigung auch Lastwagen überholt werden.

Verärgert sind die Eltern vor allem über die fehlende Reaktion der Verwaltung. Denn die weiß bereits seit zwei Jahren von der unsicheren Verkehrslage vor dem Kindergarten am Hochgrundhaus. Doch die Eltern wollen nicht mehr warten: Sie fordern eine sichere Parkmöglichkeit, denn die ist ihrer Meinung nach auf dem Grünstreifen nicht vorhanden. „Die Parkplätze sind zu schmal“, sagt Silke Broder von der Elterninitiative. Bereits im April 2012 hat ein Ortstermin mit Fachleuten der Stadtverwaltung und des Landesbetriebs Straßenbau NRW stattgefunden.

Dort waren sich die Fachleute laut Protokoll einig über die gefährliche Situation, seitdem hat sich auf der Lütticher Straße aber nichts verändert. Eine provisorische Maßnahme wäre eine Mittelinsel, die zumindest das Überqueren der Straße einfacher und ungefährlicher macht. Später kann eine bedarfsweise Ampelschaltung diese ersetzen, die Eltern fordern zudem eine Reduzierung auf Tempo 50. Eine Idee für das Ende der Parkplatznot haben sie ebenfalls: Die gegenüberliegende Wiese, die derzeit von der Stadt an einen Bauern verpachtet ist, kann als Parkplatz dienen. Den Eltern gegenüber hat der Pächter bereits sein Einverständnis erklärt. Axel Costard, Mitarbeiter der Pressestelle, erklärt: „Möglicherweise ist da eine Lösung für in Sicht. Eine Querungshilfe könnte dafür in Erwägung gezogen werden.“ Auch die Parkmöglichkeiten werden derzeit geprüft, darunter auch die Wiese des Pächters. Horst Schnitzler (UWG) unterstützt das Vorhaben der Eltern und hat für die nächste Ratssitzung am 7. Mai eine weitere Ratsanfrage zu diesem Thema gestellt. Damit die Abenteuerzeit für die Kinder wirklich erst im Kindergarten beginnt.

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