Kornelimünster - Ärger über „Schnellschüsse“ an der Inde

Ärger über „Schnellschüsse“ an der Inde

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Kornelimünster. Ärger gibt es seit langem schon durch die Ausweisung der Fußgängerzone Korneliusmarkt/Benediktusplatz. „Wir haben sie nicht gewollt, aber sie ist da“, machen Männ Moers und Hans-Joachim Kreus von der Anwohner-Initiative gegenüber unserer Zeitung deutlich.

Mit den entstandenen Be- und Entladezonen könne man leben – auch wenn man über 100 Jahre ohne sie ausgekommen sei. Doch: „Dieser Ort muss in seiner Ursprünglichkeit erhalten und attraktiv bleiben“, sagen sie. Gespräche seien besser als „Schnellschüsse.“

Ein neues Ärgernis stellt die Markierung von Halteflächen dar, die von den Anwohnern und der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung schriftlich bei der Verwaltung kritisiert worden sei. Diese Markierung habe sich als „Stolperfalle“ erwiesen, mehrere Fußgänger seien bereits zu Fall gekommen, außerdem passten die Nägel auf dem Pflaster in keinster Weise zum historischen Ortskern. Die Schreiben haben Wirkung gezeigt, die Verwaltung ist dem Wunsch nach einer flacheren Version nachgekommen, die Nägel seien inzwischen „stillschweigend ausgetauscht“ worden. Moers und Kreus kritisieren dennoch, dass die Verwaltung in ihrer Vorlage deutlich mache, dass die bisherigen Markierungspunkte grundsätzlich zulässig, jedoch für den Bereich dieser Fußgängerzone „nicht geeignet“ seien. „Warum hat man die Nägel dann erst eingebaut – von unserer Steuergeldern?“, fragt Moers.

Gefahr durch Nägel

Bezirksamtsleiterin Rita Claßen sagt der AZ, man habe rasch handeln müssen, denn die Höhe der Nägel hätten eine Gefahr dargestellt. Nichtsdestotrotz ist die Maßnahme auf die Tagesordnung für die Sitzung der Bezirksvertretung am 27. August gesetzt worden. Die Anwohner seien dazu eingeladen und zudem schriftlich informiert worden.

Für Moers und Kreus ist die Aktion gleichwohl bereits „dumm gelaufen.“ Die Verwaltung sei den Wünschen im Vorfeld nachgekommen, daher sei die Sitzung „Zeitvergeudung“.

Aber nicht nur die Nägel, sondern auch ein „Schilderwald“ und mehrere Feuerwehrzufahrten sorgen für Unbehagen bei manchen Bewohnern. Wo drei Poller beschlossen wurden, seien fünf errichtet worden. Gleiches bei den Nägeln: Fünf waren angesagt, sieben wurden gezählt.

Ähnliches auch bei den Feuerwehrzufahrten: „Über 30 Jahre war das hier für die Wehr eine Oase der Zufriedenheit“, meint Moers. „Plötzlich ist nun eine imaginäre Zufahrt da“, wundern sich Kreus und Moers. Manche Geschäfte und Gastronomen sähen sich in ihrer Existenz bedroht, daher müsse die Parksituation rasch verbessert werden. Selbst für Anwohner würden die Parkplätze nicht ausreichen.

Wunsch Nummer eins, wenn es nach Moers und Kreus geht: Alles so belassen, wie es ist, denn es gebe keine vernünftige Alternative. „Die ganze Wurschtelei bringt überhaupt nichts“, meinen Moers und Kreus.

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