Aachen - Ärger mit der „Karlsbande“ und der Besucherzahl

Ärger mit der „Karlsbande“ und der Besucherzahl

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Polizei hatte den Schlagermarathon in der Soers als „Sondereinsatz“ eingestuft. Dem entsprechend standen reichlich Beamte bereit. Die wurden bisweilen auch benötigt. Laut Polizeileitstelle kam es bereits gegen 15 Uhr zu kleineren Auseinandersetzungen. Richtig zur Sache ging es dann um 18.30 Uhr, als es zu einer Schlägerei kam.

Daran beteiligt waren laut Polizei die „Karlsbande Ultras“, die man normalerweise vom benachbarten Tivoli kennt, wo gegen sie in der vergangenen Saison wegen übler Angriffe auf die „Aachen Ultras“ – vornehmlich bei Auswärtsspielen – Sanktionen verhängt wurden. Zum Beispiel durften sie ihre Abzeichen nicht mehr zeigen. Diesmal, so die Polizei, liefen sie aber in ihrer „Montur“ auf und seien deswegen auch leicht zu identifizieren gewesen.

Bilanz dieser Schlägerei: zwei Verletzte, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten, und zehn Hausverbote. Im weiteren Verlauf des Abends sei es dann zu weiteren Prügeleien gekommen. 25 Personen mussten das Gelände verlassen. Die Polizei schrieb Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Beamte und anderen Delikten.

Auch das Ordnungsamt war nicht vollauf zufrieden: „Es gibt Verbesserungsbedarf“, sagte Fachbereichsleiter Detlev Fröhlke am Sonntag. Vor allem im Ablauf der Massenveranstaltung habe es an der einen oder anderen Stelle gehapert. Diese Woche werde man darüber sprechen. Da wird auch noch ein anderer Punkt eine Rolle spielen: Zugelassen waren 27.500 und nicht 60.000 Besucher. Fröhlke: „Das werden wir uns anschauen. Dabei spielt natürlich eine Rolle, wie sich die Besucher über den Tag verteilt haben.“

Keine größeren Probleme bereitete offenbar die Geräuschkulisse. Und das, obwohl man noch in weiten Teilen der Stadt die Liedtexte locker mitsingen konnte. Laut Fröhlke habe die Maßgabe bestanden, bei Beschwerden Lärmmessungen vorzunehmen und die Lautstärke entsprechend zu regulieren. Das sei im einen oder anderen Fall auch geschehen.

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