Adventszeit mit Ali Baba und 40 Räubern

Von: Carolin Kremer-Cruff
Letzte Aktualisierung:
8826308.jpg
Weihnachtsmärchen „Ali Baba und die vierzig Räuber“: Die Bühne‘78 verwandelt den Saalbau Kappertz in einen orientalischen Spielort. Foto: Steindl

Aachen. Während es draußen so langsam kühler wird, die Blätter zu Boden fallen und die Vorweihnachtszeit spürbar in der Luft liegt, geht es für das Ensemble der Bühne78 in die heiße Phase.

Nur noch wenige Proben stehen an, am Bühnenbild werden die letzten Schrauben montiert und an den Kostümen noch die fehlenden Pailletten und Knöpfe angenäht. Zum 25. Mal zaubert die Eilendorfer Theatergruppe ein Weihnachtsmärchen auf die Bühne.

Und das ist nicht zu viel versprochen. Denn mit „Ali Baba und die 40 Räuber“ wird dieses Jahr am ersten und zweiten Adventswochenende vor allem eines im Saalbau Kappertz die Sinne der Zuschauer betören: orientalisches Flair. „Wir zeigen ein turbulentes und witziges Stück für die ganze Familie, welches auf eine Reise in 1001 Nacht und zum Träumen einlädt“, verrät Ute Rentmeister, die nicht nur auf der Bühne zu sehen sein wird, sondern als Regisseurin auch hinter den Kulissen die Fäden in der Hand hält. An ihrer Seite stehen 22 weitere Schauspieler im Alter von sieben bis 60 Jahre und ein Team, das sich um Kostüme, Bühnenbau und Technik kümmert.

Das Weihnachtsmärchen ist zwar auch ein Vergnügen für Erwachsene, dennoch stehen die Kinder auf der Bühne und im Publikum eindeutig im Mittelpunkt. „Es gibt eine klare Sitzordnung: Die Kinder sitzen in den vorderen Reihen, die Erwachsenen hinten. Die Bühneninszenierung ist kindgerecht und die kleinen Zuschauer ab drei Jahren werden in das Theaterstück einbezogen und an der einen oder anderen Stelle zum Mitmachen animiert“, erzählt Rentmeister. Wer glaubt, dass er die bekannte morgenländische Erzählung aus der Märchensammlung „Tausendundeine Nacht“ zu sehen bekommt, hat sich allerdings getäuscht. Denn die Bühnenfassung von Bernd Kolarik ist etwas abgewandelt. Die Zauberin Mersipane treibt im Dorf Pipo ihr Unwesen: Sie möchte alle Kinder aus dem Dorf in kleine Schweinchen verwandeln, um sich Vorteile bei der dort herrschenden Königin zu verschaffen. Unterstützt wird die Zauberin in ihren dunklen Plänen von Frau Brillantzeh, die reichste Frau im Dorf. Als Ali Baba, der bei ihr lebt und arbeitet, Wind von den unglaublichen Plänen bekommt, flieht er in den Wald, um sich von den 40 Räubern Hilfe im Kampf gegen die Zauberin Mersipane zu holen. Auch seine Frau Kathinka und viele weitere Mitstreiter stehen ihm zur Seite. Es bleibt bis zuletzt spannend, ob Ali Baba und seine Verbündeten die Zauberin Mersipane aufhalten können.

Nicht nur das generationenübergreifende Ensemble, auch Dirk Kaußen, 1. Vorsitzender der Bühne 78, freut sich auf ausverkaufte Vorstellungen und glückliche Kindergesichter. Wie im Märchen steht aber noch ein dritter Wunsch auf der Liste: „Wir sind permanent auf der Suche nach Menschen, die sich im Bereich Schauspiel, Bühnenbau oder Technik engagieren, damit wir auch in den nächsten Jahren noch viele Weihnachtsmärchen aufführen können.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert