Adrenalin pur: Ein Sportevent der Superlative

Von: Julia Gröbbels
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Rekordverdächtig: Exakt 6453 Läuferinnen und Läufer gingen am Donnerstagabend beim dritten Aachener Firmenlauf an den Start. Foto: Andreas Steindl
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Ein starkes Team: Neun Kollegen des Zeitungsverlages Aachen gaben beim Firmenlauf ihr Bestes. Foto: Andreas Steindl
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Pole-Position: Besten Ausblick auf Läuferinnen und Läufer hatte der kleine Erdenbürger im Kinderwagen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Adrenalin pur! Zehn, neun, acht... Tausende Läufer verfolgen gebannt den Countdown. Als Rad-Olympiasieger Olaf Ludwig den Startschuss gibt, setzt sich die Masse in Bewegung und nimmt langsam Fahrt auf. Exakt 6453 Sportlerinnen und Sportler werden es sein, die sich in 744 Teams auf die – wahlweise – 4,63 oder 9,26 Kilometer lange Strecke rund um den Hangeweiher begeben.

Eines wird in diesem Augenblick deutlich: Der Firmenlauf ist zu einem Großevent in Aachen avanciert, das vor Superlativen nur so strotzt. Und einen weiteren Rekord hatten die Organisatoren zu vermelden: Das Uniklinikum Aachen stellte in diesem Jahr mit nicht weniger als 305 Teilnehmern das größte Team.

„In diesem Jahr ist alles noch ein bisschen größer als in den Jahren davor“, so Lauforganisator Daniel Gier. Um einen kompletten Kollaps am Hangeweiher zu vermeiden, habe man deshalb vorgesorgt und einen Shuttleservice ab Bendplatz und Tivoli eingerichtet, der auch für die Rückfahrt zur „After-Run-Party“ genutzt werden konnte. Was das dezente Durcheinander rund um tausende Läufer und noch mehr Zuschauer zumindest ein wenig minderte.

Teamgeist fördern

Neben dem Spaß am Laufen und der Gesundheitsvorsorge ist ein Ziel des Firmenlaufes, das Teambuilding zu fördern, so Gier. „Die Vorbereitungszeit auf den Firmenlauf hat allen besonders viel Spaß gemacht. Vor allem die Lauftreffs, die zwei Mal wöchentlich im Klinikum angeboten wurden, haben unser Team stark zusammengeschweißt“, sagt Johanna Hohensee vom Team UKA. Auch Olympiasieger Olaf Ludwig weiß um die vielen Vorteile des Teamsports. „Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, was man mit Sport erreichen kann und dass Bewegung gut tut, egal wie alt man ist“, so der Schirmherr des Firmenlaufs.

Aber auch der gute Zweck sollte beim dritten Aachener Firmenlauf nicht zu kurz kommen: Erstmalig hatten die Verantwortlichen bereits im Vorfeld eine Spendensumme von 15.000 Euro festgeschrieben, ohne dabei die genauen Anmeldezahlen zu kennen. Eine Jury aus renommierten Firmenverantwortlichen hat aus den 26 Bewerbungen drei Projekte ausgewählt, die unterstutzt werden: 6000 Euro gehen an „Maria im Tann – Therapeutisches und pädagogisches Reiten“ und weitere 6000 Euro kommen den „Aachener Engeln“ – Hilfe fur unverschuldet in Not geratene Menschen – zu Gute. Als „Sonderpreis“ gehen 3000 Euro an das Projekt der AWO „Sportschuhe und Sportsachen fur Fluchtlingskinder“.

Bereits nach 14 Minuten und 43 Sekunden erreicht Marco Schopen als Erster die Ziellinie. Und auch das Team des Uniklinikums freut sich wenig später über die Streuselbrötchen, die es als Belohnung für die Strapazen gibt. „Wir sind froh, dass wir es geschafft haben, besonders die Sambagruppe hat uns mit ihren südamerikanischen Rhythmen super motiviert“, so Jutta Eidams und Johanna Hohensee. Und auch Tobias Sinzig vom Team Novotel zieht nach knapp fünf Kilometern ein rundum positives Fazit: „Der Firmenlauf war perfekt organisiert, die Stimmung war Spitze, und man hat nicht gemerkt, dass man mit rund 6500 anderen Läufern unterwegs war. Im nächsten Jahr bin ich ganz bestimmt wieder dabei.“ Ein besseres Feedback können sich die Organisatoren kaum wünschen. „Alles hat hervorragend geklappt, und es gab zum Glück auch keine größeren Zwischenfälle. Wir hoffen, den Firmenlauf auch im nächsten Jahr wieder am Hangeweiher starten zu können“, so Gier.

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