„Achtung Klappe” für ein filmreifes Projekt

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
Filmreifer Projekt: (von links
Filmreifer Projekt: (von links) Aachens Kulturdezernent Wolfgang Rombey, die Inda-Schüler Anna Kisters und Lutz Schmallenbach, Bundesministerin a D. Ulla Schmidt, Lehrer Julian Eilmann, Medienpädagoge Andreas Hedrich, Käthe-Kollwitz-Schülerin Violetta Schmidt, Initiator Burkhard Inhülsen, Käthe-Kollwitz-Schülerin Eva Görtz und Lehrerin Birgit Schütz stellen „Schüler Film Stadt” vor. Demnächst beginnen die Dreharbeiten für die Kurzfilme, in denen die Schüler ihre Stadt vorstellen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Natürlich gibt es erstmal bewegte Bilder an diesem Abend. Denn wie lässt sich ein Filmprojekt besser vorstellen, als mit kurzen Filmen? Die Schüler haben viele Ideen, sie haben schon Exposés und Drehbücher verfasst, erzählt Bírgit Schütz später.

Sie ist Lehrerin am Berufskolleg Käthe-Kollwitz-Schule und Koordinatorin des Projekts „Schüler Film Stadt”, das in den nächsten Wochen und Monaten in Aachen, Flensburg, Gera, Stralsund und Würzburg über die Bühne geht. Oder besser: vor Kameras abläuft. Denn in dieser Zeit werden Schüler Filme in ihrer Stadt, über ihre Stadt und mit ihrer Stadt drehen - so lautet nämlich die Aufgabenstellung.

Einfallsreich, ungewöhnlich, humorvoll, provokativ, eigenwillig sollen die Ergebnisse sein - und nicht länger als fünf Minuten werden die Schülerfilmproduktionen unter dem Titel „Postcards from Aachen” (Postkarten aus Aachen) dauern. Unendliche viele Ideen wurden im Vorfeld an den beteiligten Schulen - dem Berufskolleg an der Bayernallee und dem Inda-Gymnasium in Kornelimünster - schon gesponnen. Unglaublich findet Inda-Lehrer Eilmann, wie sich die Schüler einbringen, aber auch welche Möglichkeiten ihnen mit diesem Projekt geboten werden. „Ich musste mir noch einen Jugendclub suchen, um Filme zu drehen”, erzählt er.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und initiiert von „Up and coming”, dem internationalen Film-Festival in Hannover, das zu seinen Nachwuchsfilm-Preisträgern mittlerweile vier Oscar-dekorierte zählt. „Up and coming”-Macher Burkhard Inhülsen ist nun natürlich auch in Aachen vor Ort und überreicht eine symbolische Filmklappe. Los geht´s, will er damit sagen. „Wir wollen den Nachwuchs fördern”, sagt er.

Doch es geht auch um Medienpädagogik. „Es geht um mehr, als nur einen Film zu machen”, erklärt Bundesgesundheitsministerin a. D. Ulla Schmidt den Moderatoren der Eröffnung Violetta Schmidt, Eva Görtz, Anna Kisters und Lutz Schmallenbach. „Für die politische Bildung junger Leute hat so ein Projekt große Bedeutung, denn sie erfahren auch, wie Medien manipulieren können”, erläutert Inda-Schulleiter Arthur Bierganz. Und sein Kollege der Käthe-Kollwitz-Schule Hans Pontzen fügt hinzu: „Ich war vom ersten Tag an begeistert von dem Projekt.”

Das sind seine Schüler auch. Ihre Ideen stehen, demnächst wird gedreht, am 29. Juni, 15 Uhr, werden die Ergebnisse in der „Raststätte”, Lothringerstraße 23, präsentiert. „Wie kann man kulturelle Bildung besser an Schulen verankern, als durch solche praktischer Arbeit?”, findet Aachens Kulturdezernent Wolfgang Rombey abschließend. Filmreif ist dieses Projekt buchstäblich.

Zehn Ideen, zehn Drehbücher, zehn Titel

Folgende Filme wollen die Schüler im Rahmen des Projektes „Schüler Film Stadt” unter dem Oberthema „Postcards from Aachen” drehen:

„Aachen - eine Stadt, viele Gesichter” soll das wandelbare Aachen zeigen. Verantwortlich sind Eva Görtz und Violetta Schmidt.

„Aachener Pfalz - ein Musikvideo” ist von Mara Cranen, Franziska Ertel, Marcel Larbig und Judith Thelen.

„Traum eines Printenmädchens” wird von Julia Heuer, Veronika Lennartz und Mirja Rückforth realisiert.

„Aachen by Night” zeigt die Erlebnisse von vier Studentinnen im Nachtleben. Gedreht wird er von Kerstin Augspurger, Anna Braun, Greta Lengersdorf und EllenMeuthrath.

„Mythos oder Mord?” wird ein kleiner Krimi von Darja Bongartz, Daria Friese und Julia Genter.

„Dem Aachen seine Sorgen” wird eine Art Neuauflage der Teufelssage. Sie drehen Lena Brenner, Lisa Cosler, Tamino Kleinhöfer, Jonas Recker, Larissa Wirtz, Anna Kisters und Lutz Schmallenbach.

„Pont of View” ist ein actiongeladener Ausflug auf die Partymeile von Constantin Cremerius, Pia Hallmann und Stefan Schindler.

„Ein Ort, der verbindet” wird von Max Schepp und Robin Staerk gedreht.

„Flashback” dreht sich um Leben und Tod. Die Idee ist von Dennis Arigbe, Lukas Mevissen, Marius Pötting, Felix Volkhardt und Patrick Dusik.

„Öcher Printen sind und bleiben Öcher Printen” erzählt vom Versuch der Kölner, den Aachen ihr Geheimrept zu entwenden. Das Filmteam bilden Obur Alagöz, René Göbel und David Kuttschrütter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert