Acht Prozent oder ernsthafter Arbeitskampf

Von: Mischa Wyboris
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„Bis die Bombe platzt”: Rund 200 Demonstranten versammelten sich in Etappen vor der Uniklinik. Das könnte sich im Februar ändern, wenn im Ernstfall mehr als 1000 Streikende erwartet werden. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. „Kalt” - so bezeichnet Theo Disselhoff den Zustand seiner Füße an diesem frostigen Wintertag. Kalt - damit lässt sich auch das Verhältnis zwischen dem Deutschen Beamten-Bund (dbb) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) umschreiben. „Es hat sich nichts bewegt - außer dem Ventilator”, ist Disselhoff entrüstet.

Rund 200 Demonstranten finden sich etappenweise auf dem Vorplatz der Uniklinik ein, während der Vorsitzende des dbb-Verbands der Landesbeamten, -Angestellten und -Arbeiter (vdla) lautstark von den Tarifverhandlungen seiner Gewerkschaft für die NRW-Beschäftigten mit dem Arbeitgeberverband TdL erzählt.

„In der ersten Runde hat man sich lediglich ,Guten Tag gesagt”, spottet Disselhoff. Nachdem die Arbeitgeber auch in der zweiten Runde der diesjährigen Tarifverhandlungen „ein Angebot verweigert haben”, wird am 14. und 15. Februar über die Forderung des dbb debattiert. Im Raum stehen nach wie vor acht Prozent mehr Einkommen, mindestens aber eine Lohnerhöhung von 200 Euro monatlich.

„Wir fordern die Nicht-Abkopplung des öffentlichen Dienstes von der Einkommensentwicklung in der freien Wirtschaft”, stellt der Vorsitzende der dbb-Tarifkommission Karlheinz Semmler klar. Dazu gehöre auch die Anhebung der Ausbildungsentgelte um monatlich 120 Euro und die Übernahme der Azubis nach ihrer Ausbildung.

Sollten TdL und dbb auch im Februar keine Einigung erzielen, „kommt es zu ernsthaften Arbeitskampfmaßnahmen”, kündigt Disselhoff an. Mit 200 Demonstranten, die sich schichtweise vor dem Uniklinikum versammeln, sei es in diesem Fall allerdings nicht mehr getan: „Dann stehen hier 1000 Leute.”
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