Acht Autos mit Hakenkreuzen verunstaltet

Von: Oliver Schmetz
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Aachen. Mehr als 20 Autobesitzern in Aachen ist die Wochenendlaune am Sonntagmorgen gründlich verhagelt worden – wofür diesmal kein schweres Gewitter wie am Vortag, sondern der fast schon alltägliche Vandalismus verantwortlich war.

Wobei allerdings eine Tat alleine schon wegen ihrer rechtsradikalen Aussage aus der „normalen“ Zerstörungswut heraus sticht: Denn in einer Tiefgarage in der Hans-Böckler-Allee wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag gleich acht Fahrzeuge mit Hakenkreuzen verunstaltet.

Die „REMOK“ ermittelt

Der Sachschaden dürfte in diesem Fall beträchtlich sein, hatten die Täter die verbotenen Nazi-Symbole nicht nur mit Farbe auf die Motorhauben der Autos gesprüht, sondern in einigen Fällen auch in den Lack eingeritzt – und das laut Polizei jeweils in einer Größe von 40 mal 40 Zentimetern. „Da können schnell einige tausend Euro an Schaden zusammenkommen“, meint Polizeisprecher Paul Kemen.

Wegen des offensichtlichen rechtsradikalen Hintergrundes hat die Ermittlungsgruppe „REMOK“ die Ermittlungen übernommen, die vor rund eineinhalb Jahren im Polizeibezirk Aachen zur Bekämpfung der rechtsmotivierten Kriminalität gegründet worden ist. Hinweise auf den oder die Täter gibt es laut Polizei aber noch nicht. Erst vor zwei Wochen waren am Prunkweg ebenfalls mit rechtsradikalen Parolen zwei Bauwagen des Eilendorfer Heimatvereins beschmiert worden, die gerade erst von Schülern repariert und bemalt worden waren. Auch in diesem Fall ermittelt die „REMOK“.

Vandalismus gegen Fahrzeuge gab es in diesem Jahr in der Hans-Böckler-Allee im Übrigen schon häufiger. Drei geschädigte Autofahrer hatte die Polizei bislang gezählt, außerdem wurde ein Quad gestohlen. Und erst im vergangenen Mai wurden in einer anderen Tiefgarage an der Ecke Hans-Böckler-Allee/Neuenhofer Weg zehn Autos beschädigt – allerdings durch ein Feuer, bei dem ein Fahrzeug völlig ausbrannte und neun weitere verrußt wurden. Die Feuerwehr war mit drei Löschzügen im Einsatz, die Kripo ermittelt wegen Brandstiftung.

Böses Erwachen in Eilendorf

Ein böses Erwachen gab es am Sonntagmorgen auch für etliche Anwohner in der Eilendorfer Schulstraße. Auch dort waren in der Nacht zuvor Vandalen am Werk gewesen und hatten 13 Autos zerkratzt. So viele Fahrzeughalter meldeten sich jedenfalls bisher, weil sie die Schäden entdeckt hatten. „Es können aber auch gut noch mehr sein“, meint Kemen.

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