Absolventen der FH präsentieren Speiseeis aus dem 3-D Drucker

Von: Birgit Broecheler
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Jede Menge Ideen am Boxgraben: Die Diplomanden des Fachbereichs für Gestaltung laden auch heute zur öffentlichen Besichtigung der Arbeiten. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wie könnte das Suermondt-Ludwig-Museum mehr junge Besucher anlocken? Hätte die Marke „Aachener Kaiserbrunnen“ überlebt, wenn sie ein neues Gesicht bekommen hätte? Und wie macht man aus Scheiße buchstäblich Geld?

Diesen und vielen weiteren Fragestellungen widmen sich 50 Abschlussarbeiten von Designstudenten der FH Aachen, die heute von 11 bis 18 Uhr im Gebäude am Boxgraben 100 zu sehen sind.

Die Absolventen warten dabei mit überraschenden Ideen aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign auf. Manche beschäftigen sich mit eher komplexen Themen, wie etwa Sabrina Parczyk, die mit ihrem Buch auf gleichzeitig illustrative und emotionale Weise aufzeigt, warum Menschen in einigen Ländern glücklicher sind als in anderen.

Andere widmen sich ganz pragmatisch alltäglichen Dingen und setzen dabei modernste Technik ein. So entwickelte Jonas Bolzenius eine App für Alzheimer- und Demenzkranke. Eine weitere App schuf Kira Horstmann, die die Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten verständlich macht. Und mit Daniil Tsvetkovs App lässt sich über einen 3-D Drucker Speiseeis formen.

Wer es noch alltäglicher mag, wird sicher von Marthe Nordmeyers Handtaschen-Rucksack begeistert sein. Oder wie wäre es – passend zur Urlaubszeit – mit einem Zelt, das auf dem Auto aufgebaut wird oder einem personalisierten Reiseführer auf dem Smartphone, der nicht auf mobiles Internet angewiesen ist?

Ob Weltraummüll, Faltfahrräder, stylishe Grills oder fliegende Kuriersysteme – der Ideenreichtum der Designabsolventen kennt keine Grenzen. Melanie Böttcher und Hacky Hackhausen haben sich allerdings noch weitaus profaneren Dingen zugewandt: „What the kack – wie wir aus Scheiße Geld machten …“ heißt ihr Buch. Darin erklären sie, wie „ekelhafte“ Rohstoffe wirtschaftlich genutzt werden könnten – sei es als Düngemittel oder Baustoff, zum Anbau von Kaffee oder Tee sowie zur Herstellung von Papier. „Wir haben uns mit dem Thema Ekel beschäftigt und dabei festgestellt, dass die Wirtschaftskraft viel höher sein könnte, wenn man eben jenes Gefühl ändern könnte“, erklärt Absolventin Melanie Böttcher ihr Projekt.

Aktuell, brisant, inspirierend - wie vielfältig die Anforderungen an Designer sind und auf welche Innovationen der Kunde hoffen darf, das zeigt diese Ausstellung.

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