Abschlussgottesdienst: Die Karnevalskerze ist im Dom erloschen

Von: Nina Krüsmann
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Abschluss: Auch Pater Georg Miesen (l.) zelebrierte im Dom. Foto: Martin Ratajczak
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Abschluss: Auch Pater Georg Miesen (l.) zelebrierte im Dom. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Das Licht der Karnevalskerze ist mit dem Aschermittwoch erloschen. Mit dem Abschlussgottesdienst im Aachener Dom zogen der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) sowie Abordnungen der Aachener Karnevalsvereine und -gesellschaften am Abend traditionell den Schlussstrich unter die laufende Session.

Rund 500 fastelovvendsbegeisterte Aachener nutzten am Mittwochabend die Gelegenheit, um kurz nach dem Höhepunkt des närrischen Treibens einen Moment innezuhalten, miteinander in die Fastenzeit zu wechseln und mit Gott zu feiern. Mittendrin waren Frank Prömpeler, AAK-Präsident und damit das „Oberhaupt“ aller organisierten Öcher Karnevalisten, sowie die nun ehemaligen Tollitäten Thomas III. Jäschke und Luc I. Piwko. Sie erlebten die Liturgie mit Texten und Liedern in Mundart, nachdem sie gemeinsam die Karnevalskerze ausgeblasen haben. Dompropst Manfred von Holtum, Pater Georg Miesen und Diakon Manfred Oslender zelebrierten gemeinsam. In feinstem Öcher Platt trug Frank Prömpeler die beiden Lesungen vor.

Diakon Manfred Oslender ging in seiner Predigt auf den Sinn des Aschekreuzes als ein Zeichen ein, bereit zu sein. Es sei ein Symbol der Umkehr und Versöhnung. „Gott gibt uns immer wieder eine neue Chance, und so können wir von Herzen lachen und feiern.“ Der Abschied vom Karneval und der Beginn der Fastenzeit sei ein Moment der Dankbarkeit für all die Freude und das, was die aktiven Karnevalisten geleistet haben. „Die Flamme der Karnevalskerze ist dabei ein Sinnbild für den Lichtblick, den der Fastelovvend im tristen Alltag der Winterzeit schafft“, erklärte Oslender. Nun sei es gut darüber nachzudenken, was bleibt nach diesen Wochen. „Was war richtig und was nicht? Dafür brauchen wir den Blick nach oben in den Himmel.“

Der Abschluss im Dom bildet zusammen mit dem Ökumenischen Eröffnungsgottesdienst und dem Entzünden der Karnevalskerze in der Citykirche den kirchlichen Rahmen der Session, was dem AAK sehr wichtig ist. Am Rande des Gottesdienstes bilanzierte Prömpeler: „Höhepunkte der Session waren die vielen gelungenen Premieren, nämlich die Fastelovvends-Parade, die Fahnen der Vereine am Europaplatz sowie das Jubiläum des Arbeitsausschusses Aachener Kinderkarneval verbunden mit dem Öcher Liederbuch. Nachwuchsförderung ist wichtig für den Erhalt unseres Brauchtums.“ Prinz Thomas III. war dafür die beste Werbung.

Nun heißt es, die neue Session zu planen. „Das Motto für 2017/18 thematisiert das Kulturerbejahr und die Präsidialtagung vom Bund Deutscher Karneval mit der Kulturpreis-Verleihung im September in Aachen. Dies ist der höchste Preis des deutschen Karnevals. Das Nordwestkonvent im Mai der Präsidenten von Schleswig-Holstein bis Niedersachsen, Hamburg, Bremen und NRW sowie ein Treffen der Festkommitees der ABCD-Jecken im Sommer in Aachen stehen an“, zählt Prömpeler auf. Ziele auf seiner Agenda seien die zweite Auflage der erfolgreichen Fastelovvends-Parade, eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Hochschulen sowie der Aufbau des Jugendkarnevals.

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