Abrissbagger bearbeiten das alte Arbeitsamt

Von: Oliver Schmetz
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Abschied vom alten Arbeitsamt: An den Frauenbrüdern bereiten die Abrissbagger unter dem Namen „AachenMitteMitte“ den Boden für den Neubau von sieben Gebäuden mit 87 Wohnungen. Foto: Michael Jaspers
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Zeit des Stillstands ist vorbei: An der Beverstraße gehen die Arbeiten seit kurzem weiter. 245 Mietwohnungen entstehen dort. Foto: Michael Jaspers
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Baulücke wird geschlossen: Zehn Wohnungen werden an der Bismarckstraße gebaut. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Am alten Arbeitsamt wird wieder gearbeitet – allerdings zunächst eher in etwas destruktiver Form: Das schon länger leer stehende Verwaltungsgebäude an dem kleinen Straßenstück An den Frauenbrüdern wird seit Donnerstag abgerissen.

Doch auch auf anderen Baustellen am Veltmanplatz, an der Bismarckstraße und an der Beverstraße geht es – teils nach längerem Stillstand – wieder weiter, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Markanteste Maßnahme ist aber zurzeit eingangs erwähntes Projekt

„Aachen MitteMitte“

Die Planung: Wenn das Gebäude aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts abgerissen ist, sollen auf dem Grundstück an der Ecke Kasernenstraße/An den Frauenbrüdern/Im Mariental in sieben Gebäuden um eine begrünten Innenhof herum 87 neue Wohnungen – davon 37 Eigentumswohnungen – gebaut werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 22 Millionen Euro.

Der Stand der Dinge: Die Abrissbagger bearbeiten das alte Arbeitsamt, das in Kürze Geschichte sein wird. Die Vermarktung der Wohnungen hat begonnen.

Der Zeitplan: Auch wenn sich der Beginn der Abrissarbeiten zuletzt um ein paar Wochen verzögert hat, ist Projektkoordinator Achim Groß guter Dinge: „Wir sind nach wie vor im Zeitplan“, sagt er. Das heißt: Ende 2016 soll alles fertig sein. Das könne sich allerdings ändern, „wenn wir eine neue Kaisertherme finden sollten“, scherzt Groß. Denn natürlich wird das Projekt archäologisch begleitet, und das kann mitten in Aachen durchaus zu Verzögerungen führen.

Kronprinzenquartier

Die Planung: Ursprünglich wollten die Aachen/Würselener Quadflieg-Gruppe und die Kölner „GS Immobilien“ auf dem 12.000 Quadratmeter großen Gelände des früheren Finanzamts an der Beverstraße 185 Eigentumswohnungen bauen. Doch die Vermarktung kam nicht in Schwung, das Projekt geriet ins Stocken. Ende 2014 wurde das Ganze an die Hamburger Prien-Gruppe verkauft, die nun 245 Mietwohnungen bauen will, davon 35 öffentlich geförderte.

Der Stand der Dinge: Nach langem Stillstand sind seit einigen Wochen auf der Baustelle wieder die Bagger im Einsatz. Diesmal war die Verzögerung allerdings keine unplanmäßige. Da die neuen Eigner unter anderem die Zuschnitte der Wohnungen neu planen ließen, mussten auch neue Bauanträge eingereicht werden. Aktuell wird die Baugrube vorbereitet, anschließend sollen bis zu fünf Kräne und in Spitzenzeiten bis zu 250 Bauarbeiter die Maßnahme vorantreiben.

Der Zeitplan: Prien-Geschäftsführer Jan Petersen hatte Anfang dieses Jahres gegenüber der AZ die Hoffnung geäußert, „im Sommer beginnen zu können“. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Damit dürfte der Zeitplan zu halten sein. Bis Mitte 2017 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.

Adalbertsteinweg

Die Planung: Auf dem rund 1800 Quadratmeter großen Grundstück, das an den Adalbertsteinweg und die Bismarckstraße grenzt, will die Aachener Landmarken AG einen modernen Supermarkt und zehn Wohnungen bauen. Die dort bereits bestehende Kaiser‘s-Filiale wurde deshalb Ende Februar für voraussichtlich rund neun Monate geschlossen. Sie soll auf gut 1400 Quadratmeter Fläche – davon rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche – erweitert werden. Darüber und zur Bismarckstraße hin entstehen die Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 825 Quadratmetern.

Der Stand der Dinge: Seit dem Baubeginn im Herbst vorigen Jahres macht das Projekt erkennbare Fortschritte. Die Entkernungs-, Abriss- und Erdarbeiten wurden bereits im März abgeschlossen. Aktuell befindet man sich in der Rohbauphase.

Der Zeitplan: Der Supermarkt soll bereits im Herbst dieses Jahres wieder seine Pforten öffnen. Die Wohnungen sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres bezugsfertig sein.

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