Aachen - Abrechnung im Familienstreit: 22-Jähriger „entführt”

Abrechnung im Familienstreit: 22-Jähriger „entführt”

Von: tka
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Großeinsatz am Rehmplatz: Die Polizei vermutete den 22-Jährigen, der im Zuge einer Familienfehde „entführt” wurde, in diesem Haus. Gefunden wurde er letztlich an der Peliserkerstraße. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Eine spektakuläre Wendung nahm am Montagabend eine Familienfehde und ließ die Polizei einschreiten. Ein offensichtlich länger schwelender Streit hatte bereits in der Nacht vom 26. zum 27. Dezember zu einem ersten blutigen Höhepunkt geführt.

In Haaren prügelten sich - wie die Polizei am Montag bekannt gab - etwa zehn junge Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Am Montag sollte dann, so die Polizei weiter, offensichtlich endgültig „abgerechnet” werden.

Beamte umstellen Eckhaus

Vertreter der einen Familie „schnappten” nach bisherigem Erkenntnisstand einen 22-Jährigen aus der verfeindeten Familie. Die Polizei wurde eingeschaltet, die Suche begann und endete zunächst am Rehmplatz. Dort wurde der junge Mann in einem Eckhaus vermutet, in dem ein Fußballclub sein Vereinsheim eingetragen hat.

Beamte umstellten den Rehmplatz, nach AZ-Informationen konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Personen bewaffnet waren. Die Situation drohte zu eskalieren, beschrieb die Polizei-Leitstelle den Sachverhalt.

Die Suche am Rehmplatz war aber letztlich erfolglos, hier war der junge Mann nicht. Stattdessen konnte der 22-Jährige an der Peliserkerstraße ausfindig gemacht werden. Die Polizei nahm zunächst telefonischen Kontakt auf und konnte ihn dann „einsammeln”. Das vermeintliche „Opfer” wurde im Laufe der Nacht vernommen. Weitere Informationen über die Hintergründe des Familienstreites, der in dieser „Entführung” seinen Höhepunkt nahm, gibt es bislang aber nicht.

Festnahmen gab es am Montagabend nicht mehr. Der Sachverhalt müsse noch aufgearbeitet werden, erklärte die Polizei. Zu viele Fragen seien ungeklärt.
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