Abfallwirtschaft: Montag beginnt die große Tauschaktion

Von: acp/stm
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Sie warten auf neue „Besitzer“: Ab Montag werden insgesamt 60.000 Mülltonnen ausgetauscht. Ein vom Aachener Stadtbetrieb beauftragtes Unternehmen beginnt damit zunächst in den Außenbezirken. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Im Rahmen der Umstellung der Abfallwirtschaft beginnt ein vom Aachener Stadtbetrieb beauftragtes Unternehmen am Montag, 2. Januar, mit dem Tausch der Abfallbehälter.

Begonnen wird in den Außenbezirken (Brand, Eilendorf, Oberforstbach, Haaren, Horbach, Verlautenheide, Soers, Kornelimünster, Walheim, Laurensberg und Richterich). Dabei werden nur bei den Anwohnerinnen und Anwohnern die Behälter getauscht, die im Vorfeld vom Aachener Stadtbetrieb angeschrieben worden waren. Dies betrifft den 60-Liter-Restabfallbehälter mit wöchentlicher oder 14-täglicher Leerung und den 120-Liter-Restabfallbehälter mit wöchentlicher Leerung.

Weiterhin werden die Behälter von Bürgerinnen und Bürgern getauscht, die von sich aus bereits an den Aachener Stadtbetrieb herangetreten sind. Die betroffenen Behälter werden am jeweiligen Entsorgungstag getauscht. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden daher gebeten, ihre Mülltonnen nach der Leerung bis 17 Uhr am Straßenrand stehen zu lassen.

Onlineabfallkalender

Bis zum Tausch des eigenen Restabfallbehälters gilt noch der alte Abfuhrrhythmus. Erst anschließend greift für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner der neue Leerungsrhythmus.

Anders ist es bei der Leerung der Biobehälter: Hier gilt für das gesamte Aachener Stadtgebiet direkt ab Montag, 2. Januar, der neue, ausschließlich 14-tägliche Leerungsrhythmus. Im Onlineabfallkalender ist dieser geänderte Rhythmus für Biobehälter ab sofort geändert. Die Änderungen für Restabfallbehälter sind erst einige Tage, nachdem vor Ort der Behälter getauscht wurde, online einsehbar.

Der Austausch der Behälter in der Innenstadt beginnt erst nach dem Tausch in den Außenbezirken. Dies wird voraussichtlich im Laufe des Februars sein. Hierzu wird eine gesonderte Mitteilung veröffentlicht. Betroffen sind dann auch wieder vorerst die bereits angeschriebenen Nutzerinnen und Nutzer sowie jene, die bereits vorab beim Aachener Stadtbetrieb einen Wechsel beantragt haben.

Es gibt neue Tonnen, neue Abfuhrrhythmen, eine andere Berechnung und ein Mindestvolumen von 7,5 Liter pro Person und Woche. Bisher kostet die kleinste Tonne – 60 Liter mit vierwöchentlicher Leerung und 60 Liter Biotonne mit wöchentlicher Leerung – sagenhaft günstige 69 Euro pro Jahr. Demnächst kostet sie 120,10 Euro. Dazu muss man dann separat aber noch die Biotonne rechnen. 60 Liter kosten 46,30 Euro – allerdings mit 14-tägiger Leerung, weil die Biotonne ab 1. Januar grundsätzlich nur noch alle zwei Wochen geleert wird. Macht also 166,40 Euro. Will man das gleiche Biovolumen wie bisher haben, kommen nochmal 46,30 Euro dazu. Macht 212,70 Euro.

Mindestvolumen

Wegen des Mindestvolumens können diese „weiße“ Tonne aber nur noch Ein- und Zwei-Personen-Haushalte nehmen. Für einen Drei-Personen-Haushalt etwa im Einfamilienhaus passt die neue 90-Liter-Tonne, die es ab 192,30 Euro gibt. Ein Vier-Personen-Haushalt braucht 120 Liter. Da ist man ab 257 Euro dabei. Will man dann auch noch das gleiche Biovolumen haben, wären schon 303,30 Euro fällig. Andererseits: Für beschriebene Familien wird es billiger, wenn sie in einem großen Wohnblock leben.

Da stehen meist große Müllcontainer – und die kosten demnächst weniger. Beim 1100-Liter-Container sind das fast 1000 Euro, was etwa einem Viertel entspricht. Diese Angleichung war ein Ziel der Aktion. Das andere ist, die Fahrten zu verringern. Deswegen werden die 60-Liter-Tonnen mit schwarzem und rotem Deckel (wöchentlich, 14-tägig) abgeschafft und durch 120er ersetzt. Die Leerungsrhythmen werden entsprechend angepasst (dann 14-tägig bzw. vierwöchentlich).

15 Euro zahlt man für die Anmeldung von Sperrmüll, was verhindern soll, dass jemand für einen Stuhl die Müllabfuhr anrücken lässt.

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