Aachen - Abenteuerspielplatz „Zum Kirschbäumchen“ feiert 30. Geburtstag

Abenteuerspielplatz „Zum Kirschbäumchen“ feiert 30. Geburtstag

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Ein idealer Ort, um einfach Kind zu sein: Der Abenteuerspielplatz Zum Kirschbäumchen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Abenteuerlich war es auch schon damals. Nur auf eine etwas andere Art. Statt toller Kletterhöhlen und wilder Feuerstellen befand sich auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes des Kinderschutzbundes nur eine Brachlandschaft, inmitten des vielen Grüns stand ein Bauwagen. Strom und fließendes Wasser gab es nicht.

Heute, drei Jahrzehnte später, ist von der Brachlandschaft nichts mehr übrig und auch sonst hat sich auf dem 10 000 Quadratmeter Grundstück einiges getan. Grund genug für die Verantwortlichen, das Geschehen anlässlich des 30-jährigen Geburtstages des Abenteuerspielplatzes Zum Kirschbäumchen pünktlich zum Weltkindertag Revue passieren zu lassen. 

Die Intention des Spielplatzes ist aber immer gleich geblieben, wie Leitern Miriam Hartmann betonte: „Es geht darum, dass Kinder das freie Spiel entdecken sollen, ohne vorgefertigte Sachen.“ Und während anfangs überwiegend Stellen im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen besetzt wurden, kam mit dem Bau des Hauses vor 20 Jahren auch das feste Personal, das in den kunterbunt gestalteten Räumen Büros fand und weitere Räume zur Kinderbeschäftigung nutzt.

„Wir bekamen erst eine Teilzeitförderung von der Stadt, heute werden uns eine Leitungsstelle sowie eine Teilzeitstelle finanziert. Wobei wir immer auf Spenden und helfenden Hände angewiesen sind“, so Hartmann.

Rund 40 Kinder besuchen den Abenteuerspielplatz täglich und nutzen die Möglichkeiten des Tobens sowohl im Rahmen von Ferienspielen, als auch zu Geburtstagsfeiern. Fragt man Hartmann, ob sich das Spielverhalten der Kinder im Vergleich von vor 30 Jahren geändert hat, betont sie: „Die Bedürfnisse der Kinder sind gleich geblieben, aber die freien Plätze zum Toben sind rar geworden.“ Ein großer Faktor seien auch die Ganztagsschulen. „Die Zeit der Kinder ist völlig durchstrukturiert und das freie Spielen findet wesentlich weniger und seltener statt.“

Für Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Aachen, ist es wichtig, „dass die Kinder nicht verlernen, mit dem zu spielen, was sie vorfinden“. Der Platz sei absolut naturnah und befinde sich in ständiger Veränderung. „Die Mitarbeiter begleiten die Kinder zwar im Spielen, aber es ist keine Animation und das Spielgelände ist auch nicht mit Klettergerüsten oder ähnlichem überladen.“

Diejenigen um die es geht, die vielen Kinder nämlich, wussten die Vorzüge des Abenteuerspielplatzes auch an dessen Jubiläum zu schätzen. Neben einem Kinderflohmarkt nutzten die Kleinen das sonnige Wetter, um nach Herzenslust zu toben und das zu machen, was sie eigentlich viel öfter tun sollten: einfach Kind sein.

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