Aachen - Abendwochenmarkt: Vielleicht ein erster Schritt zur Markthalle

Abendwochenmarkt: Vielleicht ein erster Schritt zur Markthalle

Von: Katrin Fuhrmann
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Am Donnerstag, 18. August, ist es soweit: Auf dem historischen Gelände des Alten Schlachthofs startet ein Wochenmarkt in den Abendstunden: Initiatoren und Marktbeschicker stecken schon mitten in den Vorbereitungen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es soll viel mehr sein als ein Ort des banalen Einkaufens – viel mehr eine Stätte des Genießen, des Verweilens und der Kommunikation: Auf dem historischen Gelände des Alten Schlachthofs an der Metzgerstraße wird es ab nächstem Donnerstag erstmals einen Wochenmarkt geben, der in den Abendstunden, jeweils von 17 bis 21 Uhr, stattfindet.

Auf rund 700 Quadratmetern wollen die Initiatoren um Susanne Nagel vom Veranstaltungsorganisator Veventis mit Streetfood-Leckereien, typischen Wochenmarkt-Angeboten und regionalen Spezialitäten Besucher locken. Für die Macher soll der Markt aber noch viel mehr sein als nur ein Ort zum Einkaufen. „Wir wollen, dass die Menschen ins Gespräch kommen und nach ihrem Einkauf hier verweilen“, sagt Nagel und ergänzt: „Es wird eine Chill-Out-Zone geben, in der die Gäste etwas essen und trinken können. Dazu eignet sich die Atmosphäre sehr gut.“

Charme des Alten Schlachthofs

Ideengeber für den Wochenmarkt in den Abendstunden sind Guido Bauer und Heijo Prümper, die beide in der Getränkeindustrie tätig sind. Der Charme des Alten Schlachthofs sei ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort direkt ins Auge gesprungen, sagen die beiden. Allein schon, weil die Fläche genügend Platz für viele verschiedene Marktbeschicker biete.

Der angrenzende Parkplatz mit 150 Stellplätzen biete außerdem genügend Platz für Gäste, die mit dem Auto zum Markt kommen wollen. „Wir rechnen weniger mit Laufkundschaft. Vielmehr denken wir, dass Besucher ganz gezielt hierher kommen“, sagt Bauer. Gerade Besuchern, die aus beruflichen Gründen vormittags nicht dazu kommen, einen Markt zu besuchen, käme das Konzept doch gelegen.

Der Wochenmarkt in den Abendstunden soll erst einmal jeden Donnerstag bis Ende Oktober stattfinden. Und was ist danach? Folgt dann vielleicht die lang ersehnte Markthalle? Erste Überlegungen gibt es zumindest schon. Die Initiatoren fassen die angrenzende Veranstaltungshalle ins Auge. Doch würde sich eine Markthalle in Aachen überhaupt lohnen? Gäbe es genug Interessenten?

„Für den Aachener Norden wäre die Markthalle sicher wichtig. Aber wenn wir die Altstadt interessanter gestalten wollen, wäre eine Markthalle in der Nähe der Altstadt sicher besser geeignet“, sagt FDP-Ratsherr Peter Blum. Zwei Markthallen könnten sich auf Dauer sicher nicht halten. Man sei aber bereit, sich mit den Initiatoren an einen Tisch zu setzen und zu überlegen, welche Möglichkeiten es gebe.

Geeignete Orte vorhanden

Geeignete Orte für eine Markthalle im Altstadtbereich seien vorhanden. Mehrfach haben die Grünen Vorschläge in den Ring geworfen – zum Beispiel die Überlegung, eine Markthalle in der Sporthalle an der Minoritenstraße einzurichten. Für die Sportstätte könnte nach ihrer Meinung ein Ersatz gesucht werden.

Grundsätzlich ist eine Markthalle in der City schon lange Thema. „Das wäre für die Stärkung der Altstadt sicher attraktiv“, so Blum. Doch bislang wurde die Idee noch nicht konkret. „Es gibt momentan einfach keine geeigneten Hallen, die der Stadt zur Verfügung stehen“, sagt Harald Baal, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat. Außerdem scheitere jedes Konzept daran, dass kein Betreiber das wirtschaftliche Risiko übernehmen wolle. „Eine Markthalle wäre für die Bürger eine schöne Ergänzung zum Wochenmarkt“, befürwortet Boris Linden, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, die Idee.

Fest steht, dass Markthallen in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen bereits realisiert wurden und funktionieren. Die Initiatoren des Wochenmarkts am Abend wollen jetzt erst einmal abwarten und schauen, wie es läuft. Dann werde man überlegen, ob eine Markthalle interessant ist. Für Peter Blum steht jedenfalls fest: „Wir bleiben auf jeden Fall am Ball. Für uns ist eine Markthalle im Altstadtbereich noch nicht abgeschrieben.“

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