Abendrealschule sucht dringend Standort in Aachen

Von: Daniel Gerhards
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Aachen. Der Umzug der Abendrealschule und des Abendgymnasiums erregt die Gemüter. Insbesondere die Schüler fragen sich, wie und wo es im kommenden Schuljahr weitergeht.

Viele von ihnen sowie etliche Lehrer verfolgten jetzt gespannt die Sitzung des Schulausschusses der Städteregion, die Trägerin der Schulen ist. Der Wegzug von der Aachener Eintrachtstraße wird notwendig, weil die Stadt dort die Musikschule unterbringen will, die ihr sanierungsbedürftiges Domizil am Blücherplatz verlassen soll.

„Die Stadt hat uns gekündigt”, stellte Bildungsdezernent Gregor Jansen fest. Nun stehe man vor der Aufgabe, bis zum 1. August neue Räume zu finden. „Unser Ziel ist, beide Schulformen in Aachen zu belassen”, betonte er. Doch gestalte sich die Suche „gar nicht so leicht”. Als letzte Möglichkeit ziehe die Verwaltung in Betracht, die Schulen im Euregio-Kolleg in Würselen unterzubringen.

Verlören die Abendschulen ihren zentralen Standort in Aachen, würde das den „Morgenbereich” der Schulen besonders hart treffen. Denn 70 Prozent der Schüler, die die Abendrealschule vormittags besuchen, wohnen in Aachen, erklärte Schulleiter Ralph Ochel. „Darunter sind viele Mütter. Die bringen ihre Kinder zur Kita, kommen zu uns und holen die Kinder nach dem Unterricht wieder ab.” Müssten sie mit dem Bus nach Würselen fahren, sei es fraglich, ob sie diesen Aufwand auf sich nähmen. Das sieht auch Bruno Steinberg, Leiter des Abendgymnasiums, so: „Wir müssen schnell erreichbar sein, damit wir die ,Vormittagsfrauen nicht verlieren.”

Von Schülern kam der Vorschlag, die Räume gemeinsam mit der Musikschule zu nutzen, deren Unterricht in der Regel erst nach 13 Uhr beginne. „Die Stadt hat uns mitgeteilt, dass das aus brandschutztechnischen Gründen nicht geht”, berichtete Jansen. Die Begründung hält Heiner Höfken (SPD) für „originell”. Die Begründung sei nicht einzusehen. Und er fügte hinzu: „Wer so einer Einrichtung kündigt, sollte eigentlich auch eine Alternativlösung parat haben.”
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