Abend der Integration: „Blick über den kulturellen Tellerrand”

Von: Nicolas Gaspers
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Buntes Miteinander: Im Pius-Gymnasium wurde den Menschen gedankt, die sich um Integration verdient gemacht haben. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Wer den Blick über seinen eigenen kulturellen Tellerrand hinaus wagt, der wird eine bunte Welt sehen”, erklärte Oberbürgermeister Marcel Philipp und lächelte dabei in die große Runde von Besuchern aus allen Kulturkreisen, die einen Abend der Integration erleben, bei dem allen gedankt wurde, die sich um das Thema verdient gemachrt haben.

Zum wiederholten Male fand dieser in der Aula des Pius-Gymnasiums statt. Wie jedes Jahr präsentierte sich ein bunt gemischtes Programm, in welchem sich Unterhaltung und Information gekonnt ergänzten. Vorführungen von Tänzen aus verschiedenen Ländern, Musik und Mode aus Kulturen, die mit ihrer fremden Schönheit den Zuschauer in ihren Bann ziehen.

„Aber es geht auch darum, das Thema politisch anzupacken”, sagte Gerd Mertens vom Büro der Regionaldekane des Bistums , der mit Iris Kreuzer, der Integrationsbeauftragten der Stadt, die Moderation des Abends übernommen hatte.

So wurden auf der Bühne auch Diskussionen von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der verschiedenen Religionen ausgetragen. Dem Zuschauer wurde nahegebracht, was Integration eigentlich bedeutet. Für viele ist das Wort zwar alltäglich, verliert aber in den vielen aktuellen Diskussionen an Transparenz.

„Vor allem muss es um eine Integration mit aufrechtem Gang gehen”, erklärte Sri Tunruang, langjähriges Vorstandsmitglied des Eine-Welt-Forums Aachen. Sie selbst hat alle Stufen von Integration selbst miterlebt. Die gebürtige Indonesierin kam 1974 nach Deutschland und engagiert sich nun selbst für die Integration. Was sie meint, ist vielschichtig. Es ist der Versuch, in einem Satz all das Auszudrücken, was zu Integration gehört, und das ist vor allem gegenseitiger Respekt.

Integration sollte nicht der Versuch sein, den Menschen einen Stempel aufzudrücken, sie in die deutsche Kultur hineinzuzwingen. Natürlich gehöre eine gewisse Annahme der Kultur dazu, etwa das Erlernen der Sprache. „Ich muss mich mit Euch verständigen können. Ich muss mich mit Euch austauschen und natürlich auch mit Euch streiten können”, sagte Tunruang lachend.

Am 15. Mai wird der nächste Tag der Integration stattfinden. Diesmal im Eurogress. Wer sich beteiligen möchte, kann sich beim Bistum-Aachen melden. Es gibt keine Einschränkungen, keine Grenzen.
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