Ab ins Beet: Mehr Paten für Grünflächen

Von: Anja Klingbeil
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Wollen Aachens Grünflächen n
Wollen Aachens Grünflächen noch mehr miteinander vernetzen: Sabine Göddenhenrich (Grüne) und Ferdinand Corsten (CDU). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Mit Kettensäge, Schaufel und Harke soll freilich niemand in Aachens Grünanlagen und Parks marschieren. Aber mehr bürgerschaftliches Engagement für die grünen Lungen der Stadt wünschen sich Sabine Göddenhenrich (Grüne) und Ferdinand Corsten (CDU) allemal.

Und das fängt schon im Kleinen an: Wenn nur jeder seinen Müll, der beim Picknick oder beim Grillen im Park anfällt, einfach auch wieder mit nach Hause nimmt und nicht im Gebüsch entsorgt, wäre schon viel gewonnen. Immerhin entstehen dadurch mehrere tausend Tonnen Müll pro Jahr, die die Stadt entsorgen muss. Damit bleibt weniger Geld für die Grünpflege.

Dabei sind Grünflächen, Parks und Gärten wichtige Standortfaktoren. Sie haben positiven Einfluss auf das Klima und machen die Stadt attraktiver.

Diese können aber eben nicht nur von der Stadt gepflegt werden. „Jedenfalls nicht so, wie es wünschenswert wäre”, sagt Corsten. Deshalb wollen CDU und Grüne in nächster Zeit mehrere Anträge stellen, das bürgerschaftliche Engagement noch mehr zu fördern. Vorstellbar sind etwa Wettbewerbe, die das beste Beet prämieren.

Zudem ist eine Internetseite geplant. Auf „Mein Patenbeet” sollen dann all jene genannt werden, die sich als Paten um Aachens Grünflächen kümmern oder die Geld dafür spenden, diese schöner zu machen und aufzumöbeln. Corsten und Göddenhenrich hoffen dabei auch auf größere Firmen und Unternehmen, die als Sponsoren auftreten. Das kann mittlerweile auch mit einem Schild samt Namen des Sponsor an der jeweiligen Fläche dokumentiert werden.

Positive Beispiele solchen Engagements finden sich bereits: etwa der Kerstenscher Pavillon auf dem Lousberg. Dieser wird von der Lousberg Gesellschaft bewirtschaftet, die sich auch um die umliegenden Grünflächen bemüht. Am Denkmal von Teufel und Marktfrau könnte sich Sabine Göddenhenrich vorstellen, dass ein Bürger vielleicht eine Bank spendet, um dieses kleine Fleckchen attraktiver zu gestalten.

Beachtlich sei insbesondere die Vielfalt der Aachener Parks und Gärten. Während der Lousberg in seinem Kern romantisch und relativ wild daher kommt, ist der Stadtpark im Gegensatz dazu eher in der Tradition der englischen Gartenkunst gestaltet. „Diese unterschiedlichen Formen gilt es zu bewahren”, sagt Corsten. Und das geht eben auch im Kleinen: Wie wäre es etwa, wenn die Enkel der Oma einen Baum schenke und damit gleich noch etwas für Aachens Grünflächen tun. Auch so kann Engagement aussehen, sagt Sabine Göddenhenrich: „Da hat Aachen noch viel Potenzial.”

In der kommenden Woche wird es ein Gespräch mit Oberbürgermeister Marcel Philipp geben, um ein fraktionsübergreifendes Konzept zu entwickeln.

Infos beim Stadtbetrieb und bei den Fraktionen

Wer sich jetzt schon engagieren möchte, kann sich informieren bei Susanne Arnold vom Stadtbetrieb unter 0241/43218-555 oder bei den Fraktionen unter 0241/4327227 (Grüne) und 0241/4327211 CDU).

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