Ab Freitag Sperrschilder auf Wilhelmstraße

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Dicke Luft als Auslaufmodell: Temporäre Sperrungen für Lkw sollen dafür sorgen, dass die Feinstaubbelastung auf der Wilhelmstraße sinkt. Allerdings soll bloß die Fahrspur Richtung Normaluhr frei von Brummis bleiben. Bergab Richtung Kaiserplatz dürfen die Laster weiter rollen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ab Freitag gilt es: Die Verkehrsschilder, die für die Wilhelmstraße auf ein temporäres Durchfahrverbot für Lkw hinweisen, werden jetzt aufgestellt. Das Durchfahrverbot gilt ab sofort täglich in der Zeit von 7 bis 12 Uhr für alle Fahrzeuge ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen - allerdings nur in Fahrtrichtung Normaluhr.

Grund für das Durchfahrverbot ist die wiederholte Überschreitung der Höchstwerte für die Feinstaubbelastung an der Messstation, die sich an der Wilhelmstraße befindet. Die Stadt Aachen setzt das temporäre Durchfahrverbot für Lkw in Abstimmung mit der Kölner Bezirksregierung um. Sie will damit unter anderem die Einrichtung einer Umweltzone vermeiden, wie es sie beispielsweise in Köln schon gibt, wo Fahrverbote für Fahrzeuge ohne gültige Schadstoffplakette gelten.

Teil des Luftreinhalteplans

Weitere Maßnahmen enthält der Luftreinhalteplan der Stadt Aachen. Eine dieser Maßnahmen ist die Aufstellung eines sogenannten Lkw-Führungskonzeptes, das dazu beitragen soll, den Lkw-Verkehr im Aachener Stadtgebiet zu reduzieren und dem Schwerlastverkehr außerdem die Orientierung zu erleichtern. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Möbilitätsausschuss Ende Januar dieses Jahres gefasst.

Ein Teil des Konzeptes besteht aus einer ergänzenden Beschilderung an den Autobahnabfahrten im Stadtgebiet. Diese sollen künftig bestimmten Postleitzahlenbereichen zugeordnet werden, um ortsunkundigen Fahrern Hinweise zu geben, welche Ausfahrt die geeignete ist. Ein solches Vorgehen müsste mit Bundes- und Landesbehörden abgestimmt werden, auch die Städteregion Aachen soll an dem Führungskonzept beteiligt werden. Darüber hinaus ist geplant, einen Lkw-Stadtplan zu drucken, der an Speditionen verteilt werden soll.

Auch auf die Datenbasis von Navigationsgeräten und Routenplaner soll Einfluss genommen werden, um den Schwerlastverkehr auf Straßen zu kanalisieren, die eine entsprechende Leistungsfähigkeit besitzen. Ziel ist es, die Luft- und Lärmbelastungen insbesondere in Wohngebieten zu reduzieren.
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