Aachen - AAK stellt Sessionsmotto vor: Jecke Seite des Aachener Doms

AAK stellt Sessionsmotto vor: Jecke Seite des Aachener Doms

Von: Peter Schopp
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Freuen sich gemeinsam auf die kommende Session: von links: Dompropst Manfred van Holtum, OB Marcel Philipp, Frank Prömpeler, Michael Brülls, Tatjana Brülls,Günther Hintzen und Dirk Engel. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Manch einem verschlug es die Sprache. Das lag aber nur zum Teil an der herrlichen Aussicht über Katschhof und Dom. Die allgemeine Atem- und Sprachlosigkeit war Ergebnis der ungefähr 200 Stufen, die hinter den Gästen der kleinen Vorstellungszeremonie des Sessionsmottos der kommenden Karnevalssession lagen.

Diese fand nämlich in der nördlichen Turmkapelle des Aachener Doms in luftiger Höhe statt – und das aus gutem Grund. Denn der Dom feiert im nächsten Jahr sein 40. Jubiläum in Sachen Weltkulturerbe, und aus diesem Anlass übte der Festausschuss Aachener Karneval AAK den Schulterschluss mit dem Aachener Wahrzeichen und rückte ihn in den Mittelpunkt des karnevalistischen Bewusstseins. „Os Kultur es ieschte Wahl met Mönster än d’r Karneval“, so wird es den Jecken in der fünften Jahreszeit entgegentönen, und Dompropst Manfred von Holtum zeigte sich begeistert von der Idee. „Die Freude ist auf beiden Seiten groß“, versicherte er und unterstrich noch einmal die Tatsache, dass Karneval und Kirche eng miteinander verbunden sind.

„Karneval ist auch deswegen seit einigen Jahrhunderten so etabliert, weil man vor der Fastenzeit noch einmal richtig Spaß haben und feiern soll“, stellte er die Verbindung der beiden Themen klar heraus. Der Dom habe nun seit 1214 Jahren den Karneval in Aachen miterlebt, da sei es nur richtig, ihn auch einmal an repräsentativer Stelle zu erwähnen, fügte er schmunzelnd an.

Auch Oberbürgermeister Marcel Philipp fand den Dom als Thema im Karneval besonders schön. „Wir haben erst in der vergangenen Session, in der die Wissenschaftslandschaft Aachens im Thema genannt wurde, gesehen, wie herrlich man durch solche Dinge wie ein Sessionsmotto neue Wege beschreiten und Türen öffnen kann. Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass dies nachhaltige Reaktionen bei Studierenden und Mitarbeitern der Hochschulen hinterlassen hat. Das verspreche ich mir auch jetzt für den Dom“, zeigte er sichtlich Freude an der Idee der Aachener Karnevalisten und der Kirchenvertreter.

Für AAK-Präsident Frank Prömpeler gab es aber einen weiteren Aspekt: „In Aachen wird der Pfarrkarneval intensiv gefeiert. Wir möchten alle die Jecken in den Pfarren ermutigen, weiterzumachen und möchten da helfen, wo es in den letzten Jahren vielleicht etwas ruhiger geworden ist“, hoffte er auf eine karnevalistische Kettenreaktion und bot die Unterstützung des AAK an, wo sie nötig ist. Außerdem gebe es Veranstaltungen wie die Fastelovvendsparade im nächsten Jahr ebenso wieder wie der Abend in der Musikhochschule.

Passend zum Motto stellte Prömpeler auch den entsprechenden Orden vor, der im neuen Kostüm daherkommt, um im Thema zu bleiben. Auf der diesjährigen Medaille hält ein Domschweizer, geschmückt mit Narrenkappe und Clownsnase, den Dom liebevoll im Arm. Zusätzlich ist in jedem Orden ein kleines Stückchen Blaustein aus dem Aachener Dom eingearbeitet, also jedes Stück ein Unikat. Auf der Ordensrückseite ist ein Barcode (Strichcode) aufgedruckt, bei dessen Verwendung man auf eine Internetseite gelangt, auf welcher man zu Gunsten des Doms spenden kann. Finanzielle Unterstützung bei Entwurf und Produktion des von Guido Diefenthal entworfenen Ordens erfuhr der AAK von Tatjana und Michael Brülls.

Das Dachdeckerehepaar ist mit Pauwasser getauft, im Karneval aktiv, und es ist den beiden eine Herzensangelegenheit, hier dabei zu sein. Gleichzeitig benannte Prömpeler auch das Motto des diesjährigen Kinderkarnevals Akika. „Vür sprenge met Kleng än Jrueß – öm Mönster än Stadthuus“ findet hier neben dem Dom noch ein anderes historisches Gebäude Erwähnung. Und der Dompropst stellte Humor unter Beweis: „Mal sehen, ich habe da noch nichts vor“, antwortete er auf die schelmische Frage, ob er dann 2019 Karnevalsprinz werde.

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