Aachens Vereine in fröhlichem Fest vereint

Von: Birgit Broecheler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein kunterbuntes Treiben herrschte am Sonntag rund um den Dom. Ritter und ihre Damen zogen durch die Straßen, Rosen wurden verteilt, artistische Übungen vorgeführt und Rollstühle ausprobiert - alles im Namen der Aachener Vereine.

Ob Kinderschutz, Altenhilfe, Behindertenförderung oder Sport, Karneval, Musik, Natur und Tiere - mehr als 160 Vereine aus der Städteregion Aachen präsentierten sich zwischen 11 und 18 Uhr auf dem ersten Aktionstag „Ehrenwert” in der Innenstadt. Ein umfangreiches Bühnenprogramm sorgte für beste Unterhaltung, der verkaufsoffene Sonntag für tausende Besucher.

Vorschläge für Ehrenamtspreis

Über das große Engagement und das fast sommerliche Wetter freute sich Schirmherr Oberbürgermeister Marcel Philipp ganz besonders: „Unsere Hoffnung hat sich mehr als erfüllt. Wir wurden von der großen Nachfrage buchstäblich überrollt, und nun sind alle Vereine beisammen - und das bei diesem Wetter”, resümierte der OB in seiner Eröffnungsansprache auf dem Katschhof.

Gleichzeitig rief Philipp die Bürger dazu auf, Vorschläge für den 2. Ehrenamtspreis abzugeben. Solche Empfehlungen könne jeder Bürger bis zum 31. Oktober bei der Stadt einreichen.

Den Aktionstag findet Henning Goffart vom 1. Aachener Akkordeon-Club gut: „Das ist eine andere Form der Darstellung. Hier kommen wir mit den Leuten ins Gespräch und können so vielleicht neue Mitglieder gewinnen”, resümierte das Vorstandsmitglied am Clubstand auf dem Markt. Der Club engagierte sich nicht nur für eigene Belange, sondern sorgte mit seinem CD-Verkauf auch für finanzielle Unterstützung eines Zirkusprojekts an der Viktor-Frankl-Schule.

Während einer Projektwoche, die am 21. Oktober startet, sollen körperbehinderte Kinder und Jugendliche der Förderschule von Artisten lernen. „Unsere Einnahmen spenden wir für das Engagement der Artisten und das Equipment”, erklärt Goffart.

Bürger zur Zivilcourage animieren und die Lebensqualität von Kindern und Familien erhöhen, will der Verein „Schutzhütte”. „Wir wollen Kinder vor Übergriffen und Bedrohungen auf dem Spielplatz, dem Schulweg oder an der Bushaltestelle schützen, indem wir ein Netzwerk aus Schutzhütten aufbauen”, erklärt Reiner Herbst.

Wer mitmachen möchte, erhält einen Aufkleber mit dem Vereinslogo, der aufs Fenster geklebt wird. Kinder können auf diese Weise sofort sehen, wo sie Hilfe erfahren.

Unter Bekanntheitsmangel leidet Hermann Carl, Obmann der Kreisjägerschaft Aachen, wohl nicht. Sein Stand mit den rund 100 Tierpräparaten war einer der Anziehungspunkte auf dem Münsterplatz. Aber auch sonst dürfte Carl vielen Bürgern bekannt sein: Im Rahmen der Aktion „Lernort Natur” zieht er nämlich durch Aachens Schulen, besuchte aber auch schon Altenheime und die Justizvollzugsanstalt, um über Forst, Wald und Jagd zu sprechen.

„Das Wissen über die Natur ist arm”, sagt Obmann Carl. Aber der Hunger danach sei groß. Auf dem Aktionstag dürfte davon wieder ein bisschen mehr gestillt worden sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert