Aachen - Aachens Offene Türen stehen auf Fair Play im Sport

Aachens Offene Türen stehen auf Fair Play im Sport

Von: Birgit Broecheler
Letzte Aktualisierung:
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Setzen auf Fairness: von links Lars Lummerich, Tim Lausbeg, Uli Grande, Dominik Pongratz, Dieter Rütten, Schirmherr Björn Jansen und Angelika Diehl. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wie werden Kinder und Jugendliche zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten? Auf diese Frage weiß die Arbeitsgemeinschaft Offener Türen (Agot) in Aachen eine Antwort: durch Fairplay im Sport.

Am Tag der Integration, der am Sonntag im Eurogress gefeiert wird, zeigen die Kinder und Jugendlichen der Agot-Liga mit einem Soccer-Turnier, dass es auch ohne Schiedsrichter fair zugehen kann.

Gegründet wurde die Agot-Liga vor vier Jahren unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Björn Jansen. „Die Idee war, dass Kinder unabhängig vom Vereinssport in Bewegung gebracht werden sollten“, erklärt der 1. Vorsitzende des Stadtsportbundes Aachen. Für die Arbeitsgemeinschaft bot die Gründung der Liga aber auch die Chance, den Kindern und Jugendlichen der einzelnen Häuser einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen, wie Koordinator Dieter Rütten erklärt.

Mit Fußball ging man an den Start, doch schon im zweiten Jahr gab es eine wichtige Änderung: Gespielt wurde von nun an nach den Fair-Play-Regeln, also ohne Schiedsrichter. „Die Kids entscheiden selbst, wann ein Ball im Aus ist oder wer wofür einen Freistoß bekommt“, sagt Rütten. Entgegen den vielen Berichten aus den unteren Ligen über Angriffe auf Schiedsrichter verlaufen die Agot-Spiele meist äußerst fair.

Mittlerweile geht es längst nicht nur um Fußball, sondern auch um Tischtennis, Kegeln, Kickern, Schwimmen, Pumptrack fahren und von der neuen Saison an um Indiaca. Das schnelle Spiel mit südamerikanischen Wurzeln passt perfekt ins Angebot der Agot-Liga. Und auch auf diese Sportarten werden die Fair-Play-Regeln angewandt.

Mitspieler sind nicht nur Jungs zwischen sechs und 15 Jahren, sondern auch Mädchen. „Keiner wird bei uns negativ angegangen, weil er nicht so gut spielt“, sagt Uli Grande von der OT Gut Kullen. Es gehe nicht um Leistungsdruck, sondern um Kommunikation und Konfliktlösung. Deshalb gibt es auch nicht nur Punkte für Sieg oder Unentschieden, sondern bereits für die Teilnahme. Teams, die selten siegen, aber rege teilnehmen, können so dennoch ganz oben in der Agot-Liga mitspielen.

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