Aachen - Aachens OB hört im Radio zu oft Städteregion

Aachens OB hört im Radio zu oft Städteregion

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es fiept und rauscht mächtig im Äther, schließlich liegen Stadt und Städteregion nun wahrlich nicht immer auf gleicher Wellenlänge.

Und auch der seit dem Neustart vor rund einem halben Jahr städteregional ausgerichtete Radiosender Antenne AC hat mit atmosphärischer Störungen zu kämpfen. Seitdem die alte Kreiswelle auch in der Stadt Aachen zu hören ist, verspricht sie munter, „100 Prozent Städteregion Aachen” zu bieten. Und das waren dem Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp zumindest zu Beginn der neuen Radiozeit manchmal dann doch ein paar Prozentpunkte Städteregion zu viel.

Sorge um Fehlentwicklung

Schriftlich wandte er sich vor einigen Wochen aus „Sorge über eine beginnende Fehlentwicklung” an die vom Flugplatz Merzbrück aus sendende Welle. Er habe den Eindruck, dass die Sprecher „zu einer missverständlichen Verwendung des Begriffes Städteregion neigen”, Mit der Folge: „Über den so auffallend häufig verwendeten Begriff Städteregion erwecken Sie den unterschwelligen Eindruck einer Vereinnahmung”, schreibt Philipp in dem Brief, der Kreise gezogen hat und über den er am Mittwoch meinte: „Das hätte man im Januar auch ohne Schreiben klären können.”

Doch als er im Radio eine Berichterstattung über die Verleihung des Aachener Thouet-Mundartpreises gehört habe, in der Städteregionsrat Helmut Etschenberg zu Wort gekommen sei, aber kein Aachener Vertreter, sei eine Grenze erreicht gewesen. Dabei moniert der OB in dem Brief auch die Veranstaltunsghinweise.

Die werden unter dem Motto „In der Städteregion Aachen ist immer was los” gesendet. Wenn „immer der Begriff Städteregion verwendet wird und fast nie der Begriff der eigentlich zuständigen Kommune, sei es nun Aachen, Eschweiler oder Monschau, dann ist das nicht nur verwaltungstechnisch falsch, sondern es entspricht nicht dem Zugehörigkeitsgefühl der Menschen”, schreibt Philipp. Dabei betont er: „Es geht nicht darum, dass ich die Stadt Aachen in den Vordergrund stellen möchte.” Vielmehr wolle er dazu beitragen, dass der Begriff Städteregion „nicht verschlissen und falsch verwendet wird”.

Während der Sender zu diesem Thema am Mittwoch keine Stellungnahme abgeben wollte, ist für Philipp inzwischen alles geklärt. „Es gibt Verständnis für die Aachener Sichtweise. Umgekehrt gilt natürlich auch, dass sich der Sender neu formieren muss.” Das wird derzeit auch kräftig umgesetzt.

Sind mit Mike Leon Grosch und Thorsten Froese zwei markante Stimmen inzwischen nicht mehr an Bord, laufen derzeit Castings, um die Crew zu vervollständigen, sagt Antenne-Chefredakteur Stefan Falkenberg, der „einen ausgewogenen Themenmix für die Menschen in der Städteregion Aachen” senden will. Und nach dem ruckeligen Start gelte jetzt: „Ab nach vorn.”
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