Aachen - Aachens neuer Prinz bittet zum Tanz

Aachens neuer Prinz bittet zum Tanz

Von: Thorsten Karbach
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Seine Tollität wird auch die Puppen tanzen lassen: Bernd Marx (Mitte) will als Prinz Karneval 2014 die Stadtpuppenbühne und den Kinderschutzbund unterstützten. Darüber freuen sich (von rechts) Andrea Weyer, Elfriede Schultz, Peter Reuters und Dr. Karl Allgaier. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Dieser Prinz wird aus der Reihe tanzen. Und das ist auch gut so. Der Aachener Karnevalsverein hat entschieden: Bernd Marx, jecke vier Mal elf Jahre jung, wird am 11. Januar 2014 als neuer Prinz Karneval proklamiert.

Der Tanztrainer und Choreograph der reichlich dekorierten „Friends of Fantasy“ der Horbacher Freunde - immerhin drei Mal Deutscher Meister im Bund Deutscher Karneval und fünf Mal Norddeutscher Meister - verspricht jedenfalls eine schwungvolle Session.

Fantastisch, findet das nicht nur die designierte Tollität. „Bernd und sein Hofstaat werden die Öcher mit einer grandiosen Mischung aus traditionellem Karneval und Tanz begeistern“, sagt AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil.

Mit Motiven aus dem Maskenball bittet Bernd Marx dann bis Aschermittwoch, 3. März, zum Tanz. 51 Tage wird unter dem Motto „Janz jeck op Kejser Karl än Karneval danzt Oche met os Maskenball“ lautet sein Motto im Karlsjahr 2014. Als Tänzer hat Marx einst selbst den Kaiser gegeben. Auch das passt.

Es wird eine vergleichsweise lange Session. Zum Vergleich: Thomas II. Sieberichs absolvierte zuletzt 320 Auftritte in 39 Tagen. „Der Tanz wird mit Sicherheit eine große Rolle spielen“, kündigt Marx an. Nichtsdestotrotz wird seine Tollität wie es in Aachen längst guter Brauch ist auch singen.

Sein karnevalistischer Werdegang klingt längst viel versprechend. Geboren in Düren, aufgewachsen in Hürtgenwald stand Marx schon mit sechs Jahren auf einer Karnevalsbühne. Die Familie feierte mit Kind und Kegel - und damit auch dem kleinen Bernd. Bei Kindersitzungen trat er als Redner auf, sang und tanzte. Er blieb bei Letzterem. „Der karnevalistische Showtanz ist zu meiner Erfüllung geworden“, sagt er.

Es gab mehrere Bewerbungen für die Prinzenrolle. Aachens Jecke sind wieder auf den Geschmack gekommen, seit ein paar Jahren ist das Interesse an der närrischen Regentschaft wieder gewaltig. Marx Konzept war für den AKV in diesem Jahr die Krönung. „Marx hat uns absolut überzeugt“, sagt Pfeil.

„Der Maskenball steht für Musik, Tanz und schöne bunte Kostüme“, erläutert der Auserwählte. Und schon jetzt ist klar: Der Mann, verheiratet mit Dagmer (Ehrenmariechen der Horbacher Freunde), Vater zweier Söhne (zwei und vier Jahre) wird sich zwar verkleiden, nicht aber verstellen müssen auf der Bühne. „Ich freue mich wahnsinnig“, sagt er.

Ein guter Draht zum jecken Volk dürfte kaum ein Problem sein. Quasi von Berufswegen, denn Marx arbeitet für die Deutsche Telekom Technischer Service GmbH. An seiner Seite wird er 12 bis 14 Hofstaatler formieren. Mit Adjutant Marcus Quadflieg und Prinzenberater Alwin Fiebus kann er auf erfahrene Bühnenkarnevalisten vertrauen, gleichzeitig aber auch neue Gesichter um sich Scharen. Gemeinsam werde man Traditionen bewahren und gleichzeitig - auch in Sachen Erscheinungsbild - vom ganz klassischen Stil abweichen, erläutert Marx. So werde das Maskenballmotiv zur runden Sache.

Und letztlich will Bernd I. Marx auch die Puppen tanzen lassen. Buchstäblich. Denn auch er wird seine Session in den Dienst der guten Sache stellen, Erlöse wie die des Benefizordens einem guten Zwecke zu führen. Genauer: zwei guten Zwecken. Unterstützt wird der Kinderschutzbund in Aachen und der Förderkreis der Stadtpuppenbühne Öcher Schängche.

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