Aachens neuer OB wird zuerst feststehen

Von: stm
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Lässt am 30. August zuerst die Aachener Wahlen auszählen: Wahlleiter und OB Jürgen Linden.

Aachen. Für die bis zu 1500 Helfer wird es ein heißer Wahltag. Und vermutlich auch noch eine heiße Wahlnacht. Denn auf sie alle kommt enorme Arbeit zu. Wenn am 30. August um 18 Uhr die Wahllokale schließen, wird ein Zählmarathon starten, dessen Ende man erst für den frühen Montagmorgen erwartet.

Schließlich stehen fünf kommunale Wahlen mit fünf unterschiedlichen Wahlzetteln an: Oberbürgermeister, Stadtrat, Bezirksvertretungen, Städteregionsrat, Städteregionstag. Aber wer wird zuerst wissen, wie sein neues Kommunalparlament aussieht oder wie der neue Verwaltungschef heißt?

Klare Antwort: Es wird zunächst der neue Aachener OB gekürt. Als nächstes wird man wissen, wer wie viele Sitze im Rat erhält, dann kommt das Ergebnis der Bezirke. Erst danach werden die Stimmzettel für den Städteregionsrat und -tag ausgezählt. Dieses „Aachen first” hat der Wahlleiter für die Stadt, OB Jürgen Linden, jetzt festgelegt.

Diese Entscheidung ist keineswegs selbstverständlich. Normalerweise wird die in der Hierarchie höher stehende Gebietskörperschaft zuerst ausgezählt. Hätte die Kommunalwahl am 7. Juni zusammen mit der Europawahl stattgefunden, wäre Europa zuerst dran gewesen.

In Sachen Stadt und Städteregion hat der OB anders entschieden - nach dem Motto: Die Städteregion steht nicht über der Stadt. „Die Stadt behält schließlich ihren kreisfreien Status”, bekräftigt Axel Costard vom Presseamt. Hätte der OB anders entschieden, hätte man wohl die eine oder andere Wahlparty absagen müssen.

Denn die zeitliche Schiene sieht so aus: Ungefähr bis 23 Uhr sollen die Zahlen aus der Stadt vorliegen. Mit einem Ergebnis für die Städteregion wird erst in der Nacht gerechnet. Dann werden die Ergebnisse aus den neun Kreiskommunen schon viele Stunden auf dem Tisch liegen. Dort ist wegen des Hierarchieprinzips die Städteregion definitiv zuerst dran.

Costard betont, dass man sich sputen will. Dafür wird sogar Zusatzpersonal eingeplant. Zu den ohnehin vielen Wahlhelfern werden ab 18 Uhr noch viele mehr stoßen - ein bis zwei Zusatzauszähler pro Stimmbezirk.
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