Aachen - Aachens Fußballerinnen: Das Abenteuer Liga 2 beginnt

Aachens Fußballerinnen: Das Abenteuer Liga 2 beginnt

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
8425472.jpg
Aachens sicherer Rückhalt: Kapitänin Susanne Kasperczyk (rechts) und Keeperin Julia Hahn, deren Einsatz sich nach einer Daumenverletzung erst kurzfristig entscheiden wird. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Getreu dem Lebensmotto ihres Trainers Steve Briese „Gestern und morgen sind total unwichtig, nur heute zählt“, leckten die Frauen von Alemannia Aachen nach der unverhofften Pokalniederlage nicht lange ihre Wunden, sondern richteten den Blick voraus.

 „Das Pokal-Aus ist schade, aber unser Fokus liegt ganz woanders“, verweist Briese auf die morgige Premiere: Alemannia Aachens Frauen starten in das Abenteuer Zweite Liga. Und der erste Gast im Stadion West, Neuenhofer Weg, ist kein Geringerer als die Reserve von Bayern München. Der Anpfiff erfolgt um 11 Uhr.

„Wenn man so etwas überhaupt sagen kann, aber vielleicht hat die Niederlage uns sogar gut getan“, sagt Aachens Coach, der das Team erst Ende Juli vom überraschend entlassenen Aufstiegstrainer Manuel Ortiz-Gonzalez übernommen hatte. „Die Mannschaft war in dieser Trainingswoche absolut fokussiert auf das erste Meisterschaftsspiel – zumal man die Vergangenheit ja eh nicht mehr ändern kann.“

Die 1:3-Niederlage beim südbadischen Regionalligisten Hegauer FV offenbarte aber auch noch einige Schwächen. „Wir arbeiten daran, die abzustellen“, stuft Briese die Partie gegen München „leichter als das Pokalspiel“ ein. „Es ist für uns einfacher, da wir nicht als Favorit in das Spiel gehen. In Hegau hätte ich noch zwei Minuten vor dem Anpfiff gesagt, ich habe noch kein Team gesehen, dass so auf den Punkt so fit ist. Doch mit dem Anpfiff wurde der Rucksack schwer. Das Premierenspiel ist einfacher, weil wir gewinnen und nicht wie im Pokal nur verlieren können.“

Zumal München II auch anders als Hegau, dass fast nur mit langen Bällen in die Spitze agierte, auftreten wird. „Bayern macht ein gutes Passspiel. Wir müssen die Räume eng halten und nah an den Gegenspielerinnen stehen“, gibt Briese als Taktik vor. Zur Verfügung steht ihm der gleiche Kader wie am vergangenen Wochenende in Hegau, wobei der Einsatz von Keeperin Julia Hahn – für sie stand Annika Beckers im Pokal im Gehäuse – erst kurz vor der Partie entschieden wird. „Ihre Hand ist wieder besser, hundertprozentig in Ordnung ist sie aber noch nicht. Ich gehe zwar davon aus, dass sie spielen wird, aber wir werden auch kein Risiko eingehen.“

Wieder in der Startformation wird Laura „Speedy“ Jendrzejko stehen. „Zuletzt versäumte sie das Training, in dieser Woche trainierte sie gut“, freut sich Briese über die schnelle Alternative auf dem Flügel, die selbst abschließen oder Bilgin Defterli bedienen kann. Aachens erfahrener Neuzugang, der vom 1. FC Köln kam, wird wie schon im Pokal als zen-trale Stürmerin agieren.

„Die Vorfreude ist bei allen riesengroß, bei mir besonders. Ich habe in meinem Leben nur den einen Wunsch, einmal ein Pflichtspiel – als Spieler oder Trainer – gegen Bayern München zu bestreiten“, schwärmt Steve Briese. „Dem Verein und der Stadt kann nichts besseres passieren, als gegen so einen Gegner in die Zweite Liga zu starten.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert