Aachen - Aachens Drecksecken stinken zum Himmel

Aachens Drecksecken stinken zum Himmel

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
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Ekelhaft: Der notdürftig versperrte Treppenabgang an der Kurhausstraße am Bushof hat sich zum Mülldepot entwickelt. Foto: M. Jaspers

Aachen. Das stinkt zum Himmel. Seit Monaten völlig unbehelligt von städtischen Reinigungskräften, haben sich die notdürftig abgesperrten Treppen zur alten Unterführung an der Kurhausstraße vor dem Bushof zu einem Mülldepot entwickelt.

Flaschen, Dosen, Glasscherben, zerstörte Regenschirme und jede Menge Unrat liegen über die Treppen verstreut. Gegenüber hatte die Apag bei der Sanierung des Parkhauses für eine Million Euro ein schmuckes Glashäuschen anstelle der schäbigen früheren Treppe bauen lassen. Die andere Straßenseite siecht indes ungeschönt dahin.

Eine ähnlich hässliche und ebenso übelriechende Szenerie wie an der Kurhausstraße bietet sich Passanten regelmäßig in den Unterführungen hinter dem Ponttor Richtung Roermonder Straße und in der Bahngleisunterführung zwischen Hackländer- und Kasinostraße. Immer wieder hatten Aachens Politiker die Aufwertung der verwahrlosten, düsteren Passagen in Aussicht gestellt - ohne sichtbare Folgen. Noch immer werden die schwer einsehbaren Fußgängertunnel als Urinale missbraucht - und nachts von den meisten Bürgern gemieden.

Was nun etwa mit der alten Unterführung am Bushof geschehen soll, ist laut städtischem Presseamt völlig offen. Der Hinweis der AZ werde allerdings direkt an den Stadtbetrieb weitergegeben. „Das wird jetzt unverzüglich gereinigt”, hieß es am Dienstag.

Obwohl es seit Abschaffung der öffentlichen Altpapiercontainer wesentlich weniger wilde Mülldeponien im Stadtgebiet gibt, fährt der Stadtbetrieb jeden Tag zehn Abladeplätze für wilden Müll ab. Vor allem der Parkplatz am Hangeweiher und der Kennedypark im Ostviertel stehen bei Müllsündern hoch im Kurs. Die „beachtlichen Kosten” dafür rechnet die Stadt über die allgemeinen Müllgebühren für die graue Tonne bei der meist unbescholtenen Allgemeinheit ab. Und auch der gerade erst sanierte Elisengarten wird schon mit Unrat übersät.

Übrigens: Für Unterführungen, gerade im Pontviertel, hatten die CDU und der damalige OB-Kandidat Marcel Philipp zuletzt im Juli 2009 „saubere und sichere Lösungen” gefordert - möglicherweise unter dem Einsatz von Videoüberwachungssystemen. Eine andere „saubere Lösung” fand der Stadtrat schon 2002 am Kaiserplatz. Die Unterführung wurde dort für knapp 200.000 Euro zugepflastert.

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