Aachen - Aachener Turn-Gemeinde beschreitet neue medizinische Wege

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Aachener Turn-Gemeinde beschreitet neue medizinische Wege

Von: ansc
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Neue Kooperation: Norbert Sieb
Neue Kooperation: Norbert Siebertz (links, ATG-Basketball), Professor Dr. Markus Tingart (2. von links), Dr. Valentin Quack und Günter Drießen (ATG Leichtathletik, auf dem Laufband) wollen Sport und Gesundheit zu einer neuen Qualität verhelfen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Systematische Trainingsarbeit wird groß geschrieben am Chorusberg. Mit allem, was dazu gehört: Übungseinheiten, Ernährungsberatung, Grundlagenarbeit. Dafür steht die Aachener Turn-Gemeinde. Und jetzt mehr denn je auch mit Gesundheitsberatung.

Denn Aachens traditionsreicher Verein vom Chorusberg, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feiert, beschreitet neue Wege. Den Mitgliedern der Leichtathletik- und der Basketballabteilung stehen jetzt zwei medizinische Experten zur Seite: Professor Dr. Markus Tingert, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, und Assistenzarzt Dr. Valentin Quack sorgen dafür, dass das ganzheitliche Training noch abgerundeter ist.

„In unserem Vereinsheim am Chorusberg werden demnächst Vorträge gehalten, zum Beispiel zu Wachstumsschmerzen bei Kindern und Jugendlichen”, nennt Günter Drießen, Leiter der Leichtathletik-Abteilung, einen Vorteil der Kooperation mit der Uniklinik Aachen.

Die Zusammenarbeit ist keineswegs zufällig entstanden. Denn Valentin Quack ist Mitglied bei der ATG und tauscht den weißen Kittel nach der Arbeit gerne mit dem Laufshirt. „Wir hatten die Idee, diese Kooperation ins Leben zu rufen, weil sie sehr sinnvoll ist”, meint Quack. „Bei einzelnen Sportverletzungen sind nicht nur die Sportler, sondern auch die Übungsleiter in den Jugendabteilungen oft unsicher, ob ärztliche Hilfe benötigt wird oder nicht”, erklärt der Langstreckenläufer. Und dann finden die ATG-Mitglieder schnelle Hilfe bei „ihren” Doktoren. „Wir machen das nicht alles alleine, sondern werden von einigen Kollegen unterstützt”, erzählt Tingert.

Die persönliche Sprechstunde für die ATG-Mitglieder ist die eine Seite, die genannte Infoveranstaltung für Trainer und Eltern die andere. „Im Zentrum steht ja oft die Frage, ob ich mir jetzt eine kleinere Verletzung zugezogen habe oder diese doch ernster ist. Unsere Trainer können das nicht immer wissen, die Eltern der Kinder auch nicht. Wir wollen beide bei der Veranstaltung mit ins Boot nehmen”, erklärt Drießen.

Besonders der Basketball-Abteilung der ATG, die sich mit ihren zwei Jugend- und zwei Seniorenteams in letzter Zeit etabliert hat, komme dieses Angebot entgegen. „In der Halle kommt es doch öfter zu Verletzungen als bei der Leichtathletik”, meint Norbert Siebertz, Leiter der Basketball-Abteilung.

Und trotz der Freude seitens der Vereinsverantwortlichen über der Kooperation wäre es wohl allen künftig am liebsten, wenn das Telefon bei Tingert und Quack eher still stehen würde.
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