Aachen/Düsseldorf - Aachener Tollitäten im Landtag

Aachener Tollitäten im Landtag

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
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Die meisten Tollitäten wurden von Landtagspräsidentin Carina Gödecke (r.) „nur“ begrüßt. Die Prinzen aus den Karnevalshochburgen – darunter der Aachener Axel II. – durften auch ein paar Lieder singen. Foto: Ralf Roeger
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Besuch bei den Volksvertretern: Die Richtericher Prinzessin Ilona I. (5. v. l.) und der Brander Prinz Dirk II. (7. v. r.) samt Gefolge mit den Landtagsabgeordneten Karl Schultheis (4. v. l.) und Daniela Jansen (6. v. r.). Foto: Ralf Roeger

Aachen/Düsseldorf. „In Aachen sind Flüchtlinge und Einwanderer schon immer willkommen gewesen. Wir setzen seit Jahren auf Integration, da brauchen wir keine Broschüre drucken zu lassen“, kommentiert der Präsident des Festausschusses Aachener Karneval (AAK), Wilm Lürken, den Vorstoß des Mönchengladbacher Karnevalsverbandes.

Der will eine Broschüre in sieben Sprachen an Flüchtlinge verteilen und sie darin zum Mitfeiern im Straßenkarneval einladen.

Am Dienstagabend überreichte Bernd Gothe, der Chef des Mönchengladbacher Karnevalsverbandes, im Landtag ein einziges vorhandenes Exemplar an die Präsidentin des Landtages, Carina Gödecke (SPD). „Karneval eignet sich hervorragend zur Integration, wenn man sich erst mal unterhakt und gemeinsam schunkelt, ist schon vieles erreicht“, meint er. Das Mönchengladbacher Prinzenpaar Peter I. und Nirvia Janine werden gemeinsam mit den Oberkarnevalisten und ein paar Dolmetschern die Broschüren nächste Woche verteilen und das Gespräch mit den Flüchtlingen suchen.

Gothe moderierte am Dienstag gemeinsam mit der Chefin des Hohen Hauses auch die mehrstündige Vorstellungsrunde der Tollitäten und Lieblichkeiten. Aus Aachen waren Prinz Axel II. mit seinem Hofstaat und der Prinzengarde, der Brander Prinz Dirk II. mitsamt Gefolge und die Richte-richer Volksprinzessin Ilona I. mit drei ihrer 14 Frauen starken Truppe in den Landtag gekommen. Axel II. Schwartz meinte zum Vorstoß der Mönchengladbacher: „Egal, woher man stammt, welcher Nationalität man ist, der Karneval verbindet. Wir feiern alle zusammen. Wichtig ist dabei, gemeinsam Freude zu haben.“

Die Landtagspräsidentin hatte zum „Närrischen Landtag“ gebeten – mehr als 111 Prinzen, Prinzenpaare und Dreigestirne aus dem Land ließen sich nicht lange bitten. Die Präsidentin begrüßte Karnevalisten aus ganz Nordrhein-Westfalen, die den Landtag „in ein großes und fröhliches Narrenschiff“ verwandelten. Carina Gödecke nannte den Karneval ein „Aushängeschild“ für das Land an Rhein und Ruhr mit mehr als einer Million Jecken, die sich in 1800 Karnevalsgesellschaften und den 17 Regionalverbänden des Landes engagieren. Auch aus dem Westzipfel waren viele Prinzen und Prinzenpaare ans Rheinufer gekommen, um bis in den späten Abend das Parlament einmal richtig „jeck zu machen“. Spanferkel wurde aufgefahren, Gulaschsuppe gab es, Käsehäppchen und Kuchen ebenso.

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