Aachen - Aachener Schulen wollen internationale Förderklassen einrichten

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Aachener Schulen wollen internationale Förderklassen einrichten

Von: Thorsten Karbach
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Eine Erfolgsgeschichte: An der
Eine Erfolgsgeschichte: An der Hauptschule Aretzstraße machen Leiter Manfred Paul und seine Kollegen tolle Erfahrungen mit der internationalen Förderklasse. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Tür ins deutsche Schulsystem wird für Seiteneinsteiger in Aachen weiter geöffnet. Denn am Schulverband Aachen-Ost (Geschwister-Scholl-Gymnasium, Hugo-Junkers-Realschule und Hauptschule Aretzstraße) und dem Couven-Gymnasium sollen im nächsten Schuljahr neue „internationale Förderklassen” eingerichtet werden.

Das beantragen jedenfalls das Couven und der Beirat des Schulverbands. Diskutiert werden beide Konzepte am Donnerstag, 10. Mai, im Schulausschuss (17 Uhr, VG Mozartstraße).

Die Hauptschule Aretzstraße arbeitet seit Jahren erfolgreich mit diesen Seiteneinsteigern. Es sitzen ganz unterschiedliche junge Menschen in diesen Klassen: Flüchtlinge wie auch Professorenkinder. Sie alle verbindet, dass sie die deutsche Sprache nicht beherrschen, auch wenn sie beispielsweise in Mathematik oder Naturwissenschaften große Kenntnisse haben.

Überaus erfolgreich läuft an der Aretzstraße das Förderkonzept „Deutsch als Zweitsprache”, längst haben Kinder den Sprung auf die Realschule oder eben auch bis auf das GSG gemeistert. „Durch individuelle Aufnahme in die Fördersysteme aller drei Schulen und entsprechend differenzierte Förderung sollen in Zukunft noch besser auf die individuellen Voraussetzungen der neuen Schülerinnen und Schüler eingehen”, erklärte Hugo-Junkers-Schulleiter Herbert Strohmayer im Antrag. „Die Erfahrungen und Kenntnisse der Hauptschule können im Schulverband ideal an die Realschule und das Gymnasium transportiert werden.” Dabei sollen auch Lehrer im Austausch eingesetzt werden.

Am Couven-Gymnasium gibt es bereits einen bilingualen Zweig, Schüler werden hier in Englisch unterrichtet. Entsprechend beliebt ist die Schule bei Kindern, die aus dem Ausland nach Aachen kommen und bis dato ein Gymnasium oder Vergleichbares in einem anderen Land besucht haben. Ihnen mangelt es bislang an Deutschkenntnissen, um ihren Schulweg auf dem Gymnasium bis zum Abitur problemlos weiterzuführen. Diesen Kindern soll die Förderklasse helfen. Das Couven spricht von „besonders angemessenen Übergangs- und Integrationsbedingungen”.

Die Schüler sollen einerseits „Deutsch als Fremdsprache” gelehrt bekommen, andererseits möglichst oft am Unterricht der weniger „sprachlichen” Fächer wie Sport, Kunst und Naturwissenschaften in den „normalen” Klassen teilnehmen. Angestrebt sind eine Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und der RWTH. Sie alle sollen den Seiteneinsteigern helfen. Die Tür des System wird weiter und weiter geöffnet.
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