„Aachener Modell“: Zehn Jahre gezielte Förderung gelungen

Von: Martina Stöhr
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Experminent gelungen: Das Aachener Modell zur Förderung besonders begabter Grundschüler gibt es nun seit zehn Jahren. Die Erfolge demonstrierten die Kinder bei einer Feier. Foto: Harald Krömer

Aachen. Am Anfang steht die Juwelensuche, sprich: die Suche nach besonderen Begabungen, danach kommt die gezielte Förderung. Dieses Prinzip ist inzwischen in 28 Schulen in Aachen und der Städteregion Alltag. Das Begabtenprojekt „Aachener Modell“ gibt es nun seit zehn Jahren, und dies nahmen die Organisatoren zum Anlass, das Jubiläum gebührend zu feiern.

Eine Gruppe von Schülern der Grundschule Pannesheide gab dabei eine Kostprobe der eigenen Talente und lieferte damit ganz nebenbei einen Überblick über die acht unterschiedlichen Begabungen, die es nach Howard Gardner, Forscher aus den USA, gibt. „Wir haben an der RWTH Aufgaben gerechnet, wo Erwachsene nicht mitgekommen sind“, erzählte Joel von seinen Erfahrungen mit dem „Aachener Modell“.

Hindernisse überwunden

Das hat sich laut Organisatoren allemal bewährt. In den Anfängen habe es zwar durchaus viele Hindernisse gegeben, erzählte Maria Linden, ehemalige Schulrätin und Initiatorin des Projekts. Doch heute sind Eltern, Lehrer und Kinder gleichermaßen begeistert. Schön wäre es, wenn sich alle Schulen am „Aachener Modell“ beteiligen würden, meint Linden. Hochbegabte Kinder werden dabei im Klassenverbund individuell gefördert und bekommen zudem außerschulische Angebote unter anderem in Kooperation mit der RWTH Aachen und dem Ludwig-Forum.

Anita Groß, ehemalige Schulleiterin der Grundschule Am Höfling, hatte keine Bedenken, sich seinerzeit auf das Experiment einzulassen. „Es war ein komisches Gefühl, begabten Kindern nicht gerecht werden zu können“, erinnert sie sich. Da kam das „Aachener Modell“ gerade recht, weil es auch Lehrern die Chance bietet, sich fortzubilden und mit dem Thema vertraut zu machen.

Von der Sparkasse unterstützt

Unterstützt wurde das Projekt von Anfang an durch die Sparkasse Aachen und ihre Stiftungen. Etwa 100.000 Euro fließen pro Jahr in die Hochbegabten-Förderung. Laut Monika Wallbrecht, Schulleiterin der Grundschule Pannesheide, hat sich das „Aachener Modell“ inzwischen auch schon bundesweit einen Namen gemacht. Zahlreiche Persönlichkeiten, darunter Oberbürgermeister Marcel Philipp, Schulrätin Ulla Roder und Dieter Philipp, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung für die Region Aachen, waren in den Raum für Kunst in der Elisengalerie gekommen, um gemeinsam mit Grundschulkindern, Lehrern und Eltern zu feiern.

Zertifikate ausgehändigt

Für ihren engagierten Einsatz bekamen nun 28 Grundschulen ihre Zertifikate vom Geschäftsführer der Bürgerstiftung, Sparkassen-Vorstand Dr. Christian Burmester, und Schulrätin Roder.

Besonders ausgezeichnet wurden zudem Anita Groß und Ursula Norbisrath von der Don-Bosco-Schule Eschweiler. Als „engagierte Schulleiterinnen der ersten Stunde“ verabschiedeten sie sich aus dem Coachingteam des „Aachener Modells“. Ihr lagen die Suche nach Begabungen und gezielte Förderungen immer am Herzen.

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