„Aachener Modell“: Neue Projekte als perfekte Ergänzung zur Schule

Von: Svenja Pesch
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Aachen. Das Fach Mathematik birgt viele interessante Kuriositäten, denen es sich auf den Grund zu gehen lohnt. So ist Freitag, der 13., doch ein Unglückstag, und ein Esel hat 14 Beine. Klingt komisch? Spannend und lehrreich ist es allemal.

Und neben dem Berechnen mathematischer Besonderheiten gibt es noch weitere Angebote für Schüler. Denn die vielen Projekte sind Ideen des „Aachener Modell II“, das mit der Begabtenförderung an Gymnasien und Gesamtschulen Tüftler und Kreative der Jahrgangsstufen 5 bis 11 anspricht.

Vorreiter ist das seit gut zehn Jahren existierende „Aachener Modell“, welches sich auf Grundschulen fokussiert. Vor drei Jahren kam dann der Entschluss, das Modell auf weiterführende Schulen auszuweiten. Hauptverantwortlich sind die Sparkasse, die Bürgerstiftung für die Region Aachen sowie der VUV (Vereinigte Unternehmerverbände). Dabei vertritt jede Institution einen anderen Schwerpunkt, wie Dr. Christian Burmester, Vorstand der Sparkasse und Geschäftsführer der Bürgerstiftung, erzählt. „Die Sparkasse fördert vor allem die „Soft Skills“, wie kreatives Schreiben, Theaterworkshops oder Singen. Eben Fächer, die in der Schule nicht unterrichtet werden und eher den musisch-kreativen Bereich abdecken. Der VUV möchte das Interesse im MINT-Bereich wecken, also in den naturwissenschaftlichen Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.“

Ralf Bruns ist Hauptgeschäftsführer der VUV und hofft, durch Begabtenförderung den Fachkräftebedarf sichern zu können: „Unser Ziel ist es, die Schüler für technische Sachen zu begeistern und zu motivieren. Zudem haben sie mit einem naturwissenschaftlichen Studium oder eine Ausbildung gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz in der Region.“

Für die Verantwortlichen ist das „Aachen-Modell II“ ein Selbstzweck. Sie wollen nicht nur etwas in die Region zurückgeben, sondern auch die junge Generation fördern. Kooperationen mit der RWTH und der FH sind da nur ein Baustein. Für die Workshops können sich Schüler nicht selbst anmelden, sondern werden von den Lehrern vorgeschlagen. Dabei können Schüler ab der 5. Klasse an den Workshops teilnehmen. Themen sind unter anderem: „Wie funktioniert das Internet?“, „Die eigene App programmieren“, „Kreatives Schreiben für Jugendliche“ oder „Songwriting für Jugendliche.“ Die Teilnehmer erhalten bei manchen Workshops auch Unterstützung von prominenten Künstlern. Ab Mitte Januar starten die ersten Angebote. Lehrer, die Schüler vorschlagen möchten, wenden sich an Petra Pauli vom VUV: agv@vuv-aachen.de oder Tanja Wansel von der Sparkasse Aachen: tanja.wansel@sparkasseaachen.de.

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