„Aachener Liste Eins“: Malerei, Skulpuren, Grafik für den guten Zweck

Von: sasc
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Um sie geht es: Bei der Benefizausstellung zugunsten des Kinderschutzbundes sorgten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Reumontstraße für einen lockeren, musikalischen Rahmen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Lautes Reden und Lachen, die Geräuschkulisse mehrerer Dutzend Kinder füllten die Halle „Onrust“ an der Kurfürstenstraße – eine Atmosphäre, wie sie für eine Vernissage ungewöhnlich ist. Kinder und Kunst? In dem Fall kein Problem.

Um eine mittig platzierte kleine Bühne aus Paletten standen Stühle im Raum verteilt. Die „Aachener Liste Eins“, ein Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern, hatte für einen guten Zweck eingeladen.

Die Beleuchtung der Kunstwerke durch üppige Scheinweinwerfer war grob, aber präsent. Die dazugehörigen Kabel lagen im Raum herum und hingen von der Decke herab. Alles schien bewusst leger gestaltet, fast provisorisch, aber mit dem Charme von kreativer Spontaneität und künstlerischer Zwanglosigkeit. Ungewöhnliches Ambiente für eine ungewöhnliche Konstellation. Zentrales Anliegen war daher der Verkauf von Bildern – sämtliche Einnahmen kommen dem Kinderschutzbund Aachen und seinen vielen sozialen Projekten zugute.

Die weißen Wände der industriellen Räumliche boten einen passenden Hintergrund für die zwölf Kunstwerke: Grafiken, Gemälde, Skulpturen. Die Anwesenheit der Kinder erinnerte an den Zweck des Ganzen. Sie gehörten überwiegend zum Kinderchor der Montessori Grundschule Reumontstraße, der einen großartigen Auftritt bot. Angeleitet von ihrem Chorleiter, der sie mit seiner Akustikgitarre begleitete, sangen sie Kinderlieder teilweise im Kanon.

Dem tosenden Applaus folgten Reden, kurz aber herzlich gehalten. Bürgermeisterin Margrethe Schmeer sprach dankende Worte. Die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Brigitte Radke, würdigte die Veranstaltung als „mutige Initiative“ und „Aufbruch“. Sie sprach, sichtlich berührt und dankbar, von einem „bewundernswerten Einsatz“ und einer „gelungenen Verbindung von Kunst und Verantwortung“.

Es folgte eine Ansprache des Kunstkritikers Stefan Skowron – der von einem Stromausfall überrascht wurde. Aber Improvisation ist auch eine Kunst und so dienten schnell viele Handylampen als Ersatz, erhellten vorübergehend den Raum und warfen kleine Schlaglichter auf die Bilder. Nach Wiedererleuchtung der Halle fand Skowron humoristisch seinen Wiedereinstieg mit den Worten „Was ich noch sagen wollte...“ und endete mit den Worten, dass je nach Gelingen des Ganzen noch die „Aachener Liste Zwei“, „Drei“ und noch viele mehr folgen sollten.

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