Aachen - Aachener Krippenweg zeigt wahre Bedeutung von Weihnachten

Aachener Krippenweg zeigt wahre Bedeutung von Weihnachten

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Botschaft für Frieden und Zusammenhalt in der Welt: Traditionell wurde der Aachener Krippenweg am Samstag an der wunderbar gestalteten Station in der Elisengalerie eröffnet. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist das Stadtbild vor allem durch dicht gedrängte Menschenmassen geprägt, die hektisch von einem Laden zum nächsten laufen, um jedes Geschenk, das auf der Wunschliste steht, abzuarbeiten.

Hier und da ertönen Weihnachtslieder, die womöglich kaum zur Kenntnis genommen werden. Der eigentliche Sinn des Advents geht dabei häufig verloren. Dabei ist Weihnachten weit mehr als Konsumterror und das minutiöse Planen des Festtagesessens.

Der Aachener Krippenweg, der bereits zum 16. Mal stattfindet, rückt diese Einsicht in den Fokus, wie Dr. Ann-Katrin Günzel, Mitorganisatorin des Krippenwegs, bei der Eröffnung am Samstag erzählte: „Der Krippenweg umfasst 37 Stationen an verschiedenen Orten in Aachen.

Alle laden sie die Besucher ein, zur Ruhe zu kommen“, sagte sie. „Statt in einen Konsumrausch zu verfallen, sollen die Besinnlichkeit und der Sinn des Festes bewusst wahrgenommen werden. Wir feiern die Geburt Jesu Christi, darum geht es.“

Dom, Rathaus, St. Bonifatius, Bahnhofsmission oder St. Michael sind nur einige der Stationen. Eine besondere Krippe erwartet Interessierte dieses Jahr im Couven-Museum. Hier treffen das Öcher Schängchen, Hänneschen aus Köln und Tchantchés aus Lüttich aufeinander. Gemeinsam reihen sie sich um die kostbaren Wachsfigurenkrippe der Schwestern vom armen Kinde Jesu.

Dazu sind historische Dokumente zu sehen, welche den Zusammenhang von Krippen- und Puppenspiel aufzeigen. Im Foyer des Rathauses ist eine interessante Krippendarstellung aus Tansania zu sehen. Die aus Ebenholz angefertigten Figuren haben afrikanische Gesichter und tragen landesübliche, bunte Tracht.

Auch für den Schirmherrn der alljährlichen Aktion, Oberbürgermeister Marcel Philipp, bietet der Krippenweg stets die Möglichkeit, sich bewusst auf die Adventszeit einzulassen: „Man kann den Krippenweg durchaus als Jahrtausendprojekt bezeichnen. Denn er wurde im letzten Jahrtausend ins Leben gerufen und berührt seit jeher Menschen aller Länder und Kulturen.

Ähnlich ist es auch mit der Krippe, deren Bedeutung heute wie damals aktuell ist“, sagte der OB beim Startschuss in der Elisengalerie. „Unzählige Menschen befinden sich derzeit auf der Flucht, suchen eine Herberge und einen Ort der Sicherheit. Leider merken wir in unserer globalisierten Welt aber auch, dass manche Menschen sich im Namen Christi rechtspopulistischen Gruppierungen anschließen, was absolut nicht tragbar ist und nicht im Sinne der Religion“, so Marcel Philipp.

„Stattdessen sollten wir in dieser Situation nach christlichen Maßstäben handeln. Die Welt rückt zusammen, und um diesen Zusammenhalt, der in unzähligen Krippen auf der ganzen Erde sichtbar wird, geht es an Weihnachten.“

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