Aachen - Aachener Klimaparcours: Ist der Klimawandel noch zu stoppen?

Aachener Klimaparcours: Ist der Klimawandel noch zu stoppen?

Von: Sina Stieding
Letzte Aktualisierung:
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Aachener Klimaparcours: Im Haus der Evangelischen Kirche wurde den Schülerinnen und Schülern das Prinzip der Windenergie anschaulich nähergebracht. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Was kann ich tun, um den globalen Klimawandel auch lokal aufzuhalten? Diese Frage stellen sich Schüler der Sekundarstufe I auf dem 6. Aachener Klimaparcours. Die Kooperation von KreaScientia und Eine Welt Forum Aachen lädt Schulen auch dieses Jahr wieder ein, Jugendliche über Themen wie erneuerbare Energie, fairen Handel und Nachhaltigkeit zu informieren.

Zuletzt machten sich 180 Schüler der Gesamtschule Brand im Haus der Evangelischen Kirche auf den Weg, ihre Stadt neu zu erkunden.

Die Bezeichnung als Parcours ist dabei Programm: Die Gruppen aus bis zu 15 Schülern laufen durch die Innenstadt, um fünf von insgesamt zwölf vorbereiteten Stationen zu besuchen, die in 45-minütigen Einheiten je ein Thema des Klimawandels behandeln.

Bei „Ingenieure ohne Grenzen“ wird mit Wasserverbrauch experimentiert, während der Solarenergie-Förderverein Deutschland die Schüler selbst an einem Simulator ausprobieren lässt, wie viele Windräder und Solarpanele nötig sind, um in Deutschland zu 100 Prozent erneuerbarer Energie zu gelangen.

Jede Klasse schickt so zwei Gruppen auf den Klimaparcours und besucht verschiedene Stationen, so dass sich im Anschluss im Unterricht ausgetauscht werden kann. Ganz im Sinne des Klimaschutzes kündigt Behrendt Darboven von KreaScientia so einen spannenden, aber umweltbewussten Vormittag an: „Die Schüler werden feststellen, wie viel man in Aachen zu Fuß erleben kann.“

Besonders wichtig ist dabei der Dialog mit den Akteuren des Klimaschutzes. Während der Einheiten können die Schüler Fragen stellen und die lokalen Entscheidungsträger kennenlernen. Auch der Weltladen Aachen und Cambio-Car-Sharing bieten eine Station an, um den Nachwuchs zu animieren, die Umwelt im Alltag bewusst zu schonen. „Klimaschutz geht schon klein los, indem man sich zum Beispiel für eine Mitfahrgelegenheit entscheidet, anstatt mit dem eigenen Auto zu fahren“, erklärt Organisatorin Dr. Mona Pursey vom Eine Welt Forum Aachen.

Neben dem Biologie-, Chemie- und Physikunterricht haben die Schüler so die Chance, sich sogar für eine mögliche Karriere im Klimaschutz zu positionieren. „Einige der großen Fragen über das Klima von heute werden wir in den kommenden Jahren beantworten müssen“, schildert Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt, die das Projekt von Seiten der Initiative „Klima: lokal, global“ der Stadt Aachen unterstützt.

Sie hofft daher, dass der Klimaparcours aufklärt, aber auch anregt, sich im Umweltschutz zu engagieren. Die Informationen, Kontakte und Erfahrungen des informativen Spaziergangs sollten dazu ein erster Schritt sein.

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