Aachener Karnevalisten: Konzert auf dem Katschhof

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Tolle Kulisse, trotz des Öcher Wetters: Auf der Bühne des Weihnachtsmarktes gaben sich die Mundart-Künstler das Mikro in die Hand. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Weihnachtsromantik mit Öcher Platt: Der Musikzug Grün-Weiß Lichtenbusch eröffnete mit vorweihnachtlichen Klängen das 12. Weihnachtskonzert der Aachener Karnevalisten. Das lockte zahlreiche Besucher des Weihnachtsmarktes zur großen Bühne vor dem Rathaus, auf der sich bereits mehr als ein Dutzend bekannter und beliebter Öcher Interpreten eingefunden hatte.

In der Doppelmoderation von AAK-Präsident Wilm Lürken und Programmgestalter Hans Montag stimmten sie zweieinhalb Stunden lang in os Modderesproech auf Weihnachten ein. Am Bühnenrand erlebten die Besucher gemeinsam eine heitere, aber auch besinnliche Vorweihnacht.

„Transeamus, op noeh Bethlehem“ sang Kurt Joußen und erinnerte damit an die drei Weisen aus dem Morgenland. Das war das Stichwort für OB Marcel Philipp, der in Öcher Platt Hein Engelhardts Rümselche von „Herodes än die dreij Wise“ vorlas. „Än wat sengst Du heij, Jong?“ sei er vor seinem Auftritt noch gefragt worden. Da habe er sich lieber für das Vorlesen entschieden, erzählte der OB unter Beifall.

Zum ersten Mal waren auch die Oecher Stadtmusikanten um Josef Henkel mit dabei. Bei ihren Liedern „Chressmess zu Heäm“ und „Chressmesszitt“ aus eigener Feder schunkelten die Zuhörer und hakten sich unter. Musicalsängerin Sarah Schiffer bewegte nun mit weihnachtlichen Klängen, wie: „Sancta Claus is coming to town“. Und während d’r Reän immer stärker herabprasselte, sang Dr. Dirk von Pezold vergeblich: „Scheck os Schnie, scheck os Schnie“ und: „D’r hellije Mann könt bau“.

Die Mehrzahl der Texte zu altbekannten Weihnachtsliedern waren von Richard Wollgarten ins Platt übertragen worden. Viele der Auftretenden aber sangen ihre eigenen, selbst komponierten und getexteten Lieder. So auch Dirk Gier (Et Postamt op Wolke 7), Hubert Aretz (Ich han als klenge Jong d’r hellije Mann jesiehe), De Pöngche (das Hanns-Bittmann-Lied: Janz Oche freut sich op de Chressmess-Zitt).

Fast jeder Vortragende hatte seine eigenen Fans, von denen er schon mit Sonderbeifall empfangen wurde. Dazu gehörte auch Jupp Ebert, der mit: „Et Chressfess een Oche, Kejser Karl at fieret met Einhard, Fastraada än Alkuin“ noch einmal das Karlsjahr ausklingen ließ.

Oder auch Christel und Gerd Leuchtenberg als „Bloes-Duett“ mit: „Hellij Ovvend op d’r Dom“, die enthusiastisch gefeiert wurden. Während Dieter Böse den „Tanneboom, än sing schlätste Kaat“ besang, las auch Michael Cosler in Poesie das Gedicht von Georg Helg sen. über die „Weihnachtsböömcher“ vor, das mit der Kundenforderung endete: „Ne schönne Boom jefälligst“. Hans Montag aber leitete den Konzertausklang mit: „Wat för en Naht“ zur Melodie von „Stille Nacht“ ein.

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