Aachener Jusos ziehen mit neuem Vorstand in den Wahlkampf

Von: Thomas Kreft
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Aachener Jusos sehen sich im Aufwind. Um gut 48 Prozent nahm die Mitgliederzahl seit dem Tiefstand 2005 wieder zu, rechnete der Vorsitzende Mathias Dopatka im Rahmen einer Pressekonferenz vor - von 214 auf jetzt 317.

„Damit sind wir der am schnellsten wachsende Juso-Unterbezirk in Deutschland.” Damit liege man sogar über dem Stand 2000, als Gerhard Schröders Agenda 2010 einschlug. In diesem Jahr wolle man die Junge Union überholen.

Eine Verjüngung bescherte die Vorstandswahl vor einigen Tagen. Neben Dopatka, der in seinem Amt bestätigt wurde, sind nun im Vorstand: Ye-One Rhie als stellvertretende Vorsitzende, Benjamin Fadavian als Geschäftsführer, Florian Orthen als Pressesprecher sowie Petra Pütmann als Schatzmeisterin.

Für die SPD schicken die Jungsozialisten bei der Kommunalwahl vier eigene Kandidaten ins Rennen: Mathias Dopatka und Michael Servos, bisheriger Pressesprecher, streben nach einem Sitz im Stadtrat. Ex-Schatzmeisterin Daniela Lucke und Thomas Hoffmann kandidieren für den neuen Städteregionstag.

Das vergangene Jahr sei erfolgreich gewesen, so der Vorsitzende, wenngleich man die Videoüberwachung am Elisenbrunnen nicht habe verhindern können. Außerdem hätten die Nazis mit ihren Demos die Pläne durcheinander gebracht. Man habe reagieren müssen und 16 Bürgerdialoge am Holzgraben organisiert. Weiter kann der alte Vorstand Projekte wie den „Aachener Ausbildungsmarathon” oder die Aktion „Pontstraße gegen Rechts” als Erfolge verbuchen.

Auch in diesem Jahr beziehen die Jusos zu aktuellen Herausforderungen Stellung. Zum Beispiel die Linkspartei. Die habe man im Griff, vor allem an der RWTH, einem Tummelplatz des politischen Nachwuchses aller Couleur: „Bei den Unter-35-Jährigen findet die Linke an der Hochschule nicht statt”, hieß es.

In Sachen Schulpolitik fordern die Jusos die alte Regelung der Schulbezirke. Sonst drohten Restschulen. Besser sei es, alle Schulen in ihrem Bildungsauftrag zu unterstützen. Insofern habe man schon die Landtagswahl 2010 im Blick. Denn: „Die Landesgesetze wirken hier vor Ort.” Und: „Unser Hauptgegner ist die CDU.”

Den Bau der Kaiserplatzgalerie befürworten die jungen Politiker einhellig. Sie sei eine große Chance für die Innenstadt. Da lohne es sich sogar, einige Nachteile wie den Verlust der großen Kastanie in Kauf zu nehmen. Bauchschmerzen bereite allerdings die Belastung durch den erhöhten Autoverkehr dort.

Als wichtiges Anliegen „ganz oben auf der Agenda” nannte Geschäftsführer Fadavian, zugleich Vorsitzender der Juso-Schülergruppe, die Aktion „Eine Mahlzeit für ein Kind” . Mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) werden beispielsweise Ansteckpins mit dem zugehörigen Logo verkauft, wobei der Erlös in den Aachener Zukunftsfonds fließt. Weitere Themen sind Bürgerrechte und kostenlose Kindergartenplätze.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert