Aachener haben „tolle Ideen“ für die Mobilität von morgen

Von: Peter Schopp
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Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter: Christiane Melcher (Mitte), Leiterin des städtischen Planungsamts, war mit der Bürgerwerkstatt zur Verkehrsentwicklungsplanung zufrieden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Für die Komplexität der Themen ist das am Elisenbrunnen aufgebaute Zelt eigentlich zu klein. Doch die Veranstalter der zweiten Bürgerwerkstatt zur Verkehrsentwicklungsplanung (VEP) sind zufrieden. Der Zuspruch ist groß am Samstagmittag, die Themen interessieren die Menschen.

„Das ist genau das, was wir erreichen möchten“, freut sich Christiane Melcher, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen. „Es gibt so viele tolle Ideen der Bürger. Das Potenzial dieser Experten müssen wir einfach nutzen.“ Da gebe es Dinge, die auch ganz kurzfristig änderbar seien und nicht erst mit langem Vorlauf. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille.

Ein anderer Aspekt ist die weitere Entwicklung in Sachen Mobilität. Wie bewegen wir uns in Zukunft in die Stadt? Wie kann man die Attraktivität des Fahrrades oder des Car-Sharings steigern? Wie sieht es mit dem Versorgungsnetz der Elektromobile aus? Zu all diesen Fragen sind Info-Punkte aufgebaut, an denen die Besucher über den Stand der Entwicklung, die Ideen, die Zeitschiene und die Planungen informiert werden. Überall können Meinungen, Kritik und Anregungen geäußert und an Pinnwänden verewigt werden. Für die einzelnen Bereiche sind Dr. Armin Langweg (Monitoring), Uwe Müller (Innenstadt, Erreichbarkeit, Wirtschaftsverkehr), Gaby Mans (Fahrrad) und Dr. Georg Werdermann (E-Mobilität, Ladeinfrastruktur) Ansprechpartner. Sie erläutern Ideen, räumen Missverständnisse aus, erklären Sachverhalte. Beispielhaft ein Aspekt: Gelingt es, das Car-Sharing stärker zu etablieren, bräuchte man im Innenstadtbereich einige tausend Parkplätze weniger. Dieser Raum könnte genutzt werden, das Radfahren noch sicherer zu machen, die Umweltbelastung nähme genauso ab wie die Lärmbelastung.

„An diesem Beispiel wird deutlich, dass wir sehr wohl in der Lage sind, unser Leben positiv mitzugestalten. Wir sind noch lange nicht am Ende“, ist Georg Werdermann bereit zum Aufbruch. Die Veranstalter sind durch die Bank froh, eine starke RWTH hinter sich zu haben. Was die Entwicklung in Sachen E-Speicherung, Planung, Design und Informatik anbelange, sei die Hochschule wie auch die Fachhochschule ein ganz wichtiger Bestandteil für die Zukunft.

Im gesamtdeutschen Vergleich braucht sich Aachen nicht hinter anderen Städten zu verstecken. Was beispielsweise die E-Mobilität betrifft, ist man bei den Stückzahlen vorne dabei. Auch die Versorgungspunkte im Stadtbereich sind vergleichsweise zahlreich. Der Weg ist also vorgezeichnet, und er führt in eine gute Richtung. „Bei unserer ersten Bürgerwerkstatt 2013 ging es um Visionen und den damaligen Ist-Zustand, diesmal möchten wir uns die Strategie für die Zukunft erarbeiten“, zeigt Christiane Melcher die Vorgehensweise auf. Aus der Strategie werden nun Handlungsprogramme entwickelt, die konkrete Umsetzungen beinhalten, welche kontinuierlich fortgeschrieben und ständig ergänzt werden sollen.

Interessierte Bürger, die am Samstag am Elisenbrunnen nicht vor Ort sein konnten, können ihre Ideen auch online übermitteln. Bis zum 9. Juli kann man an der Online-Befragung teilnehmen (www.aachen.den/vep). Nach der Auswertung wird dann die „Mobilitätsstrategie 2030“ erarbeitet, die dafür sorgen soll, dass Aachen in Sachen Verkehrs eine dauerhaft gute Entwicklung vollzieht.

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