Aachener Gitarrenpreis: Fünfte Auflage ein voller Erfolg

Von: red
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Veranstalter, Gastgeber und Sponsoren: Der Aachener Gitarrenpreis bot Beispiele hoher Saitenkunst. Foto: Andreas Schmitter
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Der Gitarrist Farsan Rahvari überzeugte bei seinem Soloauftritt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Trotz durchfahrener Nacht, geschuldet den zahlreichen gesperrten Straßen im winterlichen Österreich, eröffnete der ungarische Gitarrist und Pädagoge József Eötvös mit seinem Meisterkurs das Rahmenprogramm beim „Aachener Gitarrenpreis“ pünktlich im Kammermusiksaal der Musikhochschule in Aachen.

Die begeisterten Studierenden erhielten einen Einblick in das große musikalische Verständnis des bekannten Professors der Liszt-Akademie in Budapest. Der Abend gehörte den Aachener Teilnehmern des diesjährigen Wettbewerbs. Die jungen Musiker stellten einen Teil ihres Programms vor und nutzten damit die Gelegenheit, vor aufmerksamem Auditorium letzte Korrekturen ihrer Interpretationen auszuprobieren und zu festigen.

Vollbesetzter Saal

Am zweiten Tag zeigte József Eötvös im vollbesetzten Saal seine ausgefeilte Kunst. Das Programm von Bela Bartok über Ferenc Farkas bis zu Werken aus der Feder des Interpreten spiegelte alle Farben und Facetten der Musik Ungarns wieder. Von Volksliedadaptionen bis zu fein ausgehörten Klängen der Moderne. József Eötvös erwies sich immer als souveräner Diener der Musik. Sein Spiel überschreitet längst instrumentale Grenzen und befasst sich nur noch mit der Darstellung rein musikalischer Inhalte. Sehr bewegend war seine Zugabe. Die ungarische Volksliedbearbeitung des bekannten und 2016 verstorbenem französischen Komponisten Roland Dyens widmete er seinem Andenken.

Am dritten Wettbewerbstag wurde die Vorrunde des Wettbewerbes öffentlich im Saal der Musikhochschule ausgetragen. Wie schon bei den vorangegangenen Wettbewerben war das Niveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr hoch. Aachen ist längst als Gitarrenstandort bekannt. Keiner der Kandidaten tritt die Reise an, der sich nicht gerüstet fühlt, den hohen Anforderungen zu genügen.

Für das Halbfinale wurden zwölf Kandidaten ausgewählt, die am nächsten Morgen ein 15-minütiges Programm zu absolvieren hatten. Aus diesem Feld wurden wiederum fünf Kandidaten durch die Jury bestimmt, die im abendlichen Konzertfinale um die begehrten Preise ringen sollten. Ausgewählt wurden Sören Golz (Musikhochschule Köln/Wuppertal), Elena Fomenko (Musikhochschule München), Davide Tomasi (Musikhochschule Graz), Jinsae Kim (Musikhochschule Köln/Wuppertal) und Farsan Rahvari (Musikhochschule Köln/Aachen).

Alle Finalisten brachten in ihren Beiträgen höchste Schwierigkeitsstufen der Gitarrenliteratur auf die Bühne. Die Auswahl der Preisträger fiel der Jury – Professor József Eötvös (Budapest), Professor Gerhard Reichenbach (Wuppertal), die Aachener Professoren Herbert Nobis, Jörg Falk und Hans-Werner Huppertz – nicht leicht. Schließlich einigte man sich auf die Vergabe eines zweiten und zweier dritter Preise, geschuldet dem Vergleich zu den herausragenden Leistungen der ersten Preisträger früherer Ausgaben des Aachener Gitarrenpreises.

Nach einem langen, interessanten und spannenden Wettbewerb konnte Oberbürgermeister Marcel Philipp im vollbesetzten Saal die Preisträger des 5. Aachener Gitarrenwettbewerbs ehren. Den dritten Preis teilen sich Elena Fomenko und Davide Tomasi, zweiter Preisträger wurde Jinsae Kim. Wie in jedem Jahr war es den Ausrichtern des Aachener Gitarrenpreises wichtig, auch den frühzeitig Ausgeschiedenen eine gute Erfahrung und einen positiven Baustein in der jungen Karriere mitzugeben. Die Stimmung, die Anteilnahme und die Aufnahme der Beiträge durch das sachkundige Publikum konnte zugewandter nicht sein.

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