Aachener gewinnen bundesweiten Wettbewerb

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Clevere digitale Karteikarten: Tamim Swaid und Ali Yildirim (v.l.) gingen mit 66 Teilnehmer an den Start. Mit dem Sieg und dem Preisgeld von 25.000 Euro hatten sie dann aber doch nicht gerechnet. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ja, die beiden jungen Männer waren mit einem gewissen Selbstbewusstsein zum bundesweiten Business-Wettbewerb nach Dortmund angereist. Weil sie von ihrer Erfindung überzeugt sind, glaubten Tamim Swaid und Ali Yildirim nicht die schlechtesten Karten zu haben. 67 Teilnehmer waren an den Start gegangen.

„Ich hatte uns schon unter den ersten drei gesehen”, sagt Swaid.

Mit dem Sieg und den damit verbundenen Preisgeld von 25.000 Euro hatte er dann aber doch nicht gerechnet. Die Jury lies sich zu regelrechten Jubelarien hinreißen. Die beiden Aachener hätten einen der besten Businesspläne vorgelegt, die sie je zu Gesicht bekommen hätten, hieß es gar von Seiten der bewertenden Experten.

Am Anfang stand natürlich die Idee. Swaid kam sie während seines Design-Studiums an der hiesigen Fachhochschule. Karteikarten, so sein Gedanke, sind zwar für prüfungsgeplagte Schüler und Studenten nach wie vor ein wichtiges Lernhilfsmittel.

Aber im digitalen Zeitalter empfand er die „Pappkameraden” doch arg angestaubt. Also übertrug Swaid das Konzept Karteikarte ins Internet. Das erste Konzept entstand im Rahmen einer Semesterarbeit, in der Diplomarbeit wurde es weiter ausgefeilt. Und weil er „immer sehr viel Zuspruch erhalten” habe, hielt er auch nach Abschluss des Studiums an seiner Idee fest.

Klar, das Ganze soll auch irgendwann Erträge abwerfen. Für Finanzplanung und Marketing holte der Designer deswegen Diplom-Kaufmann Ali Yildirim mit ins Boot. „Wir sind ein gutes Team”, sagt Swaid. Die beiden jungen Männer verbindet einfach vieles. Yildirim: „Wir sind gebürtige Öcher Jungs, hier aufgewachsen, hier zur Schule gegangen, haben hier studiert.”

Mittlerweile dürfte ihr Bekanntheitsgrad allerdings weit über die Stadtgrenzen hinausreichen. Die Internetpräsenz mit den digitalen Karteikarten, genannt „Cobocards”, übrigens auch der Name des jungen Unternehmens, zählt 13.000 regelmäßige Nutzer.
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