Aachener Freiwilligentag: Schippe statt Schlips

Von: Robert Flader
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Aachen. Im Englischen wird er mit „Day of Caring” umschrieben, der Tag der Freiwilligen. Dann kümmert man sich um etwas Bestimmtes, was nicht unbedingt einem selbst, sondern anderen zugute kommt.

In der Tat liegt der Ursprung dieses Tages in den Vereinigten Staaten von Amerika. 2001 schwappte die Idee mit einer Welle der Begeisterung schließlich nach Deutschland über.

Auch in Aachen wurde die Premiere des „Freiwilligentages”, bei dem es zunächst einmal um kurzfristiges und unverbindliches ehrenamtliches Engagement geht, vor zwei Jahren mit großer Begeisterung aufgenommen. So gut, dass es nun am 31. Oktober zur Fortsetzung kommt, an der sich 17 Initiativen und Institutionen beteiligen.

„Dass man Menschen einfach mal an ehrenamtlichen Tätigkeiten schnuppern lässt, so etwas gab es vorher nicht”, sagt Brigitte Erm von der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen. „Dieser Tag soll in erster Linie Spaß machen. Dann kann man immer noch schauen, ob ein ehrenamtliches Engagement dauerhaft vorstellbar ist.”

Bei verschiedensten Mitmach-Aktionen können sich Freiwillige einen Tag lang als Koch, Bäcker, Baumeister, Reiseleiter oder Gärtner ausprobieren. Das alles natürlich nicht ohne Hintergedanken, „es gibt schließlich einen ständig wachsenden Bedarf an Tätigkeiten, die langfristig nur ehrenamtlich abgedeckt werden können”, blickt Gisela Bosle vorsichtig in die Zukunft. „Dazu muss man auch nicht immer besondere Qualifikationen mitbringen.”

Schippe statt Schlips, Ehrenamt statt Beruf: Rund 120 Personen und Unternehmen begleiteten die Premiere des Freiwilligentages 2007, davon knapp zwei Drittel Frauen. „Sicherlich macht man das Ganze auch nicht völlig selbstlos”, verdeutlicht Erm. „Durch die Arbeit im Team lernt man manchmal auch bei sich selbst ganz neue Seiten kennen.” Für die zweite Auflage werden vor allem noch Männer gesucht, die handwerklich begabt sind.

Als Freiwillige gelten übrigens auch Politiker oder Mitglieder in Sportvereinen. Rund ein Drittel aller Aachener kann somit offiziell als Ehrenamtler bezeichnet werden. Nach dem 31. Oktober sollen es dann noch mehr werden, hofft Kathrin Michels vom Freiwilligenzentrum Aachen: „Meistens ist es nur der erste Schritt, um sich für ein Ehrenamt zu begeistern.”

Das Programm und ein Dankeschönfest

Am Samstag, 31. Oktober, können Interessierte mit 17 verschiedenen Institutionen und Organisationen der Stadt aus den Bereichen Soziales, Kultur und Umwelt in Kontakt treten und sich kurzzeitig ehrenamtlich engagieren.

Zwischen 10 und 16 Uhr werden verschiedene Programme, von Kochen, Backen über Handwerkern bis hin zur Reiseleitung angeboten und sollen wiederum Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, zugute kommen.

Ab 17 Uhr findet dann das große Dankeschönfest im Super C der RWTH statt.

Anmelden kann man sich unter 0241/9492724 und 18025240 oder im Internet.
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