Aachener Förderverein finanziert eine onkologische Ambulanz in Mosambik

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Aachen. Seit 1998 arbeiten die Aachener Kinderärzte Dr. Annett Pfeiffer und Dr. Konrad Steidel im afrikanischen Mosambik in der zweitgrößten Kinderklinik des Landes.

Unterstützt werden die Entwicklungshelfer von dem Förderverein Kinderklinik Beira, der mit Hilfe von Spenden aus der Aachener Bevölkerung medizinische Geräte, Medikamente, Fortbildungen und Umbaumaßnahmen finanziert. Auf der Mitgliederversammlung wurde nun das neue Schwerpunktprojekt vorgestellt:

Für Kinder mit bösartigen Erkrankungen, die im südlichen Afrika vor allem Kinder treffen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, soll eine Ambulanz eingerichtet werden, die eine sachgerechte und kontinuierliche Behandlung ermöglicht. „Aufgrund der der dramatischen Armut des mosambikanischen Staates fehlt immer wieder das Geld für wichtige Medikamente” beschreibt Marika Marliani vom Förderverein die Situation. „Fast 2/3 des Staatshaushaltes werden von Entwicklungsgeldern bezahlt. Diese Gelder stehen jedoch nicht zuverlässig zu Verfügung. Es kommt immer wieder zu Lücken bei dem Geldfluss verschiedener staatlicher oder nichtstaatlicher Geberorganisationen.

Dies trifft am härtesten die schwer erkrankten Kinder, die auf eine kontinuierliche Behandlung ihrer Leiden angewiesen sind. Fehlen die Medikamente für eine Chemotherapie oder für Antibiotika, um Komplikationen zu behandeln, kommt es zu Rückfällen, die dann oft tödlich enden”.

„Hier wird unser Förderverein direkt und unbürokratisch helfen” erläutert Dr. Jan Salzmann, Vorsitzender des Fördervereins, der die dramatische Mangelsituation auf seiner letzten Reise direkt miterlebte. „Auf der Visite einer Station der Kinderklinik sah ich kein Kind, dass seinen Schulabschluss erleben wird. Dieses nicht wegen der fehlenden Schulen mit den unterbezahlten Lehrern, sondern weil die Kinder an Lymphdrüsenkrebs, Tuberkulose und an AIDS- assoziierten Tumoren litten, die prinzipiell behandelbar sind, wenn auch nicht immer heilbar. Ohne eine gesicherte Medikamentenversorgung habe diese Kinder jedoch keine Chance.”

Daher unterstützt der Förderverein den Aufbau einer onkologischen Ambulanz, die die krebskranken Kinder während und nach den Krankenhausaufenthalten betreut und sorgt für eine gesicherte Versorgung mit Medikamenten. „Dies können wir allerdings nur schaffen, wenn wir weiterhin mit Spenden der Aachener Bevölkerung unterstützt werden” betont Dr. Salzmann.

Dass die Unterstützung der Aachener Kinderärzte und ihres Teams vor Ort mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein ist, zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre. „Die Arbeit von Dr. Pfeiffer und Dr. Steidel trägt in der Medizinerausbildung und in der direkten Krankenversorgung sichtbare Früchte.” führt Marika Marliani aus. „ Durch die Verbesserung der hygienischen Bedingungen und durch Spenden dringend benötigter Medikamente konnte die Sterblichkeit auf der Früh- und Neugeborenenstation von 49 auf 33 gesenkt werden. Durch den direkten Kontakt zu den Aachener Kinderärzten, die vormals im Universitätsklinikum Aachen tätig waren, kann garantiert werden, dass das gespendete Geld in vollem Umfang dort ankommt, wo es am dringlichsten benötigt wird. Spenden sind steuerlich abzugsfähig, da der Verein als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt ist.”

Gespendet werden kann unter der Kontonummer 000 469 7529, BLZ 390 606 30 bei der Deutschen Apotheker und Ärztebank Aachen. Nähere Informationen können per mail angefordert werden (jpsalzmann@hotmail.com) oder über die Postadresse des Vereins (Von Pastorstr. 17, 52066 Aachen). Im Internet ist der Verein mit der Homepage http://www.foerderverein-beira.de vertreten.
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